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DIE LINKE lehnt Waffenlieferungen ab – in den Irak und grundsätzlich

31. August 2014
DIE LINKE lehnt Waffenlieferungen ab – in den Irak und grundsätzlich
Der Parteivorstand der LINKEN hat in seiner Sitzung am 31. August im Vorfeld der Bundestagssitzung zu den geplanten Waffenlieferungen in den Irak einmütig den folgenden Beschluss gefasst:

Am Montag, 1. September 2014, will die Bundesregierung über Waffenlieferungen in den Irak den Bundestag debattieren und die tags zuvor getroffene Entscheidung der Bundesregierung durch eine namentliche Abstimmung im Bundestag unterstützen lassen. Die Waffen – wohl Panzerabwehrwaffen vom Typ Milan, G36 Gewehre und – via Italien – Maschinengewehre vom Typ MG42 sowie Nachtsichtgeräte und umfangreich Munition soll an die so genannten Peschmerga, Kämpfer der Kurdisch Demokratischen Partei (KDP) von Masud Barsani gehen. DIE LINKE lehnt diese Waffenlieferungen im konkreten wie grundsätzlich ab. Deshalb wird die Fraktion DIE LINKE am 1. September bei der Abstimmung gegen diese Waffenlieferungen stimmen.
Gregor Gysi hat am 12. August die zentralen Argumente benannt: „Ich war und bleibe ein Gegner von deutschen Waffenexporten. Deutschland hätte nach 1945 beschließen müssen, nie wieder an Kriegen verdienen zu wollen. Seit 1990 gab es nur falsche und schlimme Angriffskriege von NATO-Ländern sowie Bürgerkriege. Erstmalig erleben wir, dass eine Terroristenarmee islamistischer Söldner von außen – unter Begehung zahlreicher Morde – versucht, den Irak und Syrien zu erobern. Die Ursachen liegen in dem völlig falschen und wahnsinnigen Krieg der USA gegen den Irak von 2003, an der falschen Politik gegenüber Syrien, an der falschen Politik dergegenwärtigen irakischen Regierung und an der Tatsache, dass die türkische Regierung die terroristischen Söldner der ISIS unbehelligt durch die Türkeimarschieren ließ. … Ich finde es ungeheuerlich, dass die Bundesregierung an Länder wie Saudi-Arabien und Katar, aus denen heraus die ISIS-Armee bezahlt wird, unzählige Waffen liefert.“
Die Bundesregierung wird mit der direkten Waffenlieferung an eine – von mehreren Konfliktparteien vor Ort zur Kriegspartei. Die Berichte besagen, dass es weniger die Peschmerga als vielmehr die der PKK nahestehenden Kämpfer/innen der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) aus dem benachbarten Syrien waren, die Yeziden vor Ort gerettet haben. Das PKK-Verbot ist völlig kontraproduktiv, DIE LINKE fordert eine Aufhebung des PKK-Verbots.
Waffenlieferungen bedeuten, dass Menschen an diesen Waffen auch ausgebildet werden müssen. Ein so genannter Endverbleib der jetzigen Rüstungslieferungen bei den vorgesehenen Empfängern kann sowieso kaum garantiert werden, bei diesen Waffenlieferungen ist das noch unwahrscheinlicher. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass denjenigen, denen angeblich durch diese Waffenlieferungen geholfen werden soll (vor allem Yeziden und andere Minderheiten), später Opfer genau dieser Waffen werden könnten (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 29. August 2014).
Die Bundesregierung verstößt mit dem jetzigen Beschluss zu Rüstungsexporten offen gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz sowie die eigenen „Politischen Grundsätze der Bundesregierung zum Rüstungsexport“.
Schon bisher wurden an kriegsführende Staaten Waffen geliefert, Gregor Gysi hat hier z.B. Saudi-Arabien oder Israel benannt. Nun sollen erstmals offiziell deutsche Kriegswaffen an nichtstaatliche kriegsführende Empfänger (die Peschmerga) gehen. Das ist ein Präzedenzfall und weiterer Türöffner für spätere Rüstungsexporte.
Angeblich wollte die Bundesregierung – so war zumindest Sigmar Gabriel zu vernehmen – Rüstungsexporte einschränken, dies ist mit dem geplanten Rüstungsexport völlig hinfällig. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, auf politischer Ebene massiv auf die befreundeten Staaten Türkei, Saudi-Arabien und Katar Druck ausüben, damit deren Unterstützung und Finanzierung der IS-Einheiten sofort beendet wird.
DIE LINKE befindet sich mit ihrer Ablehnung von Waffenlieferungen auch – so ergeben Umfragen – bei der Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung.
Im Übrigen sind – nach Analyse von Militärexperten – die US-Luftangriffe gegen die IS-Einheiten offensichtlicheinzustufen als wirkungslos bis kontraproduktiv. Militärische Lösungen – auch durch andere Formen von Militäreinsätzen gibt es nicht.
Die internationalen Akteure müssen in dieser Krise nach drei gleichberechtigten Prämissen handeln: akute Konflikteindämmung, politische Deeskalation und humanitäre Hilfe. Dies darf nicht die Stunde von Interventionen werden. Ein dritter Irakkrieg ist keine Lösung Dies muss dieStunde der Vereinten Nationen werden.
Wirkliche Hilfe für die Menschen vor Ort ist allenfalls durch umfangreiche humanitäre Hilfe möglich, darauf muss der Fokus liegen. Dafür muss alles getan werden. Die Bundesregierung muss großzügig Flüchtlinge aus der Region aufnehmen. Offene Grenzen für Menschen in Not. Die Bundesregierung lenkt mit den Waffenlieferungen von den eigentlichen Notwendigkeiten auch ab.
Tabubruch für neue deutsche Außenpolitik
Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen benennt offen, um was es bei den Waffenlieferungen an die irakisch-kurdischen Peschmerga auch geht: „Wichtiger als die Frage, ob und welche Waffe wir am Ende liefern, ist die Bereitschaft, Tabus beiseite zu legen und offen zu diskutieren.“ Sie sieht die Debatte um die Waffenlieferungen auch im Kontext der Debatte um eine neue militarisierte Außenpolitik, die Bundespräsident Joachim Gauck angestoßen hat. DIE LINKE wendet sich klar gegen diesen Tabubruch. Im 100. Jahr der Wiederkehr des Beginns des ersten Weltkriegs und dem 75. Jahrestag des Beginns des zweiten Weltkriegs ist unser Petitum klar: Nie wieder Krieg und nie wieder Krieg von deutschem Boden aus!
Es zeugt nicht gerade von historischer Sensibilität ausgerechnet am 1. September, dem Tag an dem die deutsche Wehrmacht vor 75 Jahren Polen überfiel und damit den zweiten Weltkrieg auslöste, und der seither – vor allem von Gewerkschaften und Friedensbewegung – als Antikriegstag bzw. Weltfriedenstag begangen wird, eine tabubrechende Abstimmung über deutsche Waffenlieferungen in Kriegsgebiete vom Bundestag billigen lassen zu wollen.
Im Bundestagswahlprogramm der LINKEN heißt es: „Jede Waffe, die aus Deutschland exportiert wird, dient der Aufrüstung eines anderen Landes, fördert Unterdrückung und macht es möglich, dass anderswo in der Welt Konflikte gewaltsam ausgetragen und Kriege geführt werden. DIE LINKE fordert ein Verbot aller Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte – ohne Ausnahmen.“ Dies trifft grundsätzlich und auch konkret zu, für die jetzt geplanten Waffenlieferungen der Bundesregierung an die Peschmerga-Kurden.

Source: www.die-linke.de

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DIE LINKE lehnt Waffenlieferungen ab – in den Irak und grundsätzlich

31. August 2014
DIE LINKE lehnt Waffenlieferungen ab – in den Irak und grundsätzlich
Der Parteivorstand der LINKEN hat in seiner Sitzung am 31. August im Vorfeld der Bundestagssitzung zu den geplanten Waffenlieferungen in den Irak einmütig den folgenden Beschluss gefasst:

Am Montag, 1. September 2014, will die Bundesregierung über Waffenlieferungen in den Irak den Bundestag debattieren und die tags zuvor getroffene Entscheidung der Bundesregierung durch eine namentliche Abstimmung im Bundestag unterstützen lassen. Die Waffen – wohl Panzerabwehrwaffen vom Typ Milan, G36 Gewehre und – via Italien – Maschinengewehre vom Typ MG42 sowie Nachtsichtgeräte und umfangreich Munition soll an die so genannten Peschmerga, Kämpfer der Kurdisch Demokratischen Partei (KDP) von Masud Barsani gehen. DIE LINKE lehnt diese Waffenlieferungen im konkreten wie grundsätzlich ab. Deshalb wird die Fraktion DIE LINKE am 1. September bei der Abstimmung gegen diese Waffenlieferungen stimmen.
Gregor Gysi hat am 12. August die zentralen Argumente benannt: „Ich war und bleibe ein Gegner von deutschen Waffenexporten. Deutschland hätte nach 1945 beschließen müssen, nie wieder an Kriegen verdienen zu wollen. Seit 1990 gab es nur falsche und schlimme Angriffskriege von NATO-Ländern sowie Bürgerkriege. Erstmalig erleben wir, dass eine Terroristenarmee islamistischer Söldner von außen – unter Begehung zahlreicher Morde – versucht, den Irak und Syrien zu erobern. Die Ursachen liegen in dem völlig falschen und wahnsinnigen Krieg der USA gegen den Irak von 2003, an der falschen Politik gegenüber Syrien, an der falschen Politik dergegenwärtigen irakischen Regierung und an der Tatsache, dass die türkische Regierung die terroristischen Söldner der ISIS unbehelligt durch die Türkeimarschieren ließ. … Ich finde es ungeheuerlich, dass die Bundesregierung an Länder wie Saudi-Arabien und Katar, aus denen heraus die ISIS-Armee bezahlt wird, unzählige Waffen liefert.“
Die Bundesregierung wird mit der direkten Waffenlieferung an eine – von mehreren Konfliktparteien vor Ort zur Kriegspartei. Die Berichte besagen, dass es weniger die Peschmerga als vielmehr die der PKK nahestehenden Kämpfer/innen der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) aus dem benachbarten Syrien waren, die Yeziden vor Ort gerettet haben. Das PKK-Verbot ist völlig kontraproduktiv, DIE LINKE fordert eine Aufhebung des PKK-Verbots.
Waffenlieferungen bedeuten, dass Menschen an diesen Waffen auch ausgebildet werden müssen. Ein so genannter Endverbleib der jetzigen Rüstungslieferungen bei den vorgesehenen Empfängern kann sowieso kaum garantiert werden, bei diesen Waffenlieferungen ist das noch unwahrscheinlicher. Es besteht sogar die Möglichkeit, dass denjenigen, denen angeblich durch diese Waffenlieferungen geholfen werden soll (vor allem Yeziden und andere Minderheiten), später Opfer genau dieser Waffen werden könnten (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 29. August 2014).
Die Bundesregierung verstößt mit dem jetzigen Beschluss zu Rüstungsexporten offen gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz sowie die eigenen „Politischen Grundsätze der Bundesregierung zum Rüstungsexport“.
Schon bisher wurden an kriegsführende Staaten Waffen geliefert, Gregor Gysi hat hier z.B. Saudi-Arabien oder Israel benannt. Nun sollen erstmals offiziell deutsche Kriegswaffen an nichtstaatliche kriegsführende Empfänger (die Peschmerga) gehen. Das ist ein Präzedenzfall und weiterer Türöffner für spätere Rüstungsexporte.
Angeblich wollte die Bundesregierung – so war zumindest Sigmar Gabriel zu vernehmen – Rüstungsexporte einschränken, dies ist mit dem geplanten Rüstungsexport völlig hinfällig. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, auf politischer Ebene massiv auf die befreundeten Staaten Türkei, Saudi-Arabien und Katar Druck ausüben, damit deren Unterstützung und Finanzierung der IS-Einheiten sofort beendet wird.
DIE LINKE befindet sich mit ihrer Ablehnung von Waffenlieferungen auch – so ergeben Umfragen – bei der Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung.
Im Übrigen sind – nach Analyse von Militärexperten – die US-Luftangriffe gegen die IS-Einheiten offensichtlicheinzustufen als wirkungslos bis kontraproduktiv. Militärische Lösungen – auch durch andere Formen von Militäreinsätzen gibt es nicht.
Die internationalen Akteure müssen in dieser Krise nach drei gleichberechtigten Prämissen handeln: akute Konflikteindämmung, politische Deeskalation und humanitäre Hilfe. Dies darf nicht die Stunde von Interventionen werden. Ein dritter Irakkrieg ist keine Lösung Dies muss dieStunde der Vereinten Nationen werden.
Wirkliche Hilfe für die Menschen vor Ort ist allenfalls durch umfangreiche humanitäre Hilfe möglich, darauf muss der Fokus liegen. Dafür muss alles getan werden. Die Bundesregierung muss großzügig Flüchtlinge aus der Region aufnehmen. Offene Grenzen für Menschen in Not. Die Bundesregierung lenkt mit den Waffenlieferungen von den eigentlichen Notwendigkeiten auch ab.
Tabubruch für neue deutsche Außenpolitik
Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen benennt offen, um was es bei den Waffenlieferungen an die irakisch-kurdischen Peschmerga auch geht: „Wichtiger als die Frage, ob und welche Waffe wir am Ende liefern, ist die Bereitschaft, Tabus beiseite zu legen und offen zu diskutieren.“ Sie sieht die Debatte um die Waffenlieferungen auch im Kontext der Debatte um eine neue militarisierte Außenpolitik, die Bundespräsident Joachim Gauck angestoßen hat. DIE LINKE wendet sich klar gegen diesen Tabubruch. Im 100. Jahr der Wiederkehr des Beginns des ersten Weltkriegs und dem 75. Jahrestag des Beginns des zweiten Weltkriegs ist unser Petitum klar: Nie wieder Krieg und nie wieder Krieg von deutschem Boden aus!
Es zeugt nicht gerade von historischer Sensibilität ausgerechnet am 1. September, dem Tag an dem die deutsche Wehrmacht vor 75 Jahren Polen überfiel und damit den zweiten Weltkrieg auslöste, und der seither – vor allem von Gewerkschaften und Friedensbewegung – als Antikriegstag bzw. Weltfriedenstag begangen wird, eine tabubrechende Abstimmung über deutsche Waffenlieferungen in Kriegsgebiete vom Bundestag billigen lassen zu wollen.
Im Bundestagswahlprogramm der LINKEN heißt es: „Jede Waffe, die aus Deutschland exportiert wird, dient der Aufrüstung eines anderen Landes, fördert Unterdrückung und macht es möglich, dass anderswo in der Welt Konflikte gewaltsam ausgetragen und Kriege geführt werden. DIE LINKE fordert ein Verbot aller Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte – ohne Ausnahmen.“ Dies trifft grundsätzlich und auch konkret zu, für die jetzt geplanten Waffenlieferungen der Bundesregierung an die Peschmerga-Kurden.

Source: www.die-linke.de

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▶ Niedrige Wahlbeteiligung hat der Demokratie nicht gut getan – YouTube

Statement des Parteivorsitzenden Bernd Riexinger am Wahlabend nach den Landtagswahlen in Sachsen am 31. August 2014

Source: www.youtube.com

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Forschung für den Mittelstand: Kick-off für neue Projekte im Spitzencluster

Lemgo (pressrelations) – Forschung für den Mittelstand: Kick-off für neue Projekte im Spitzencluster Unser Ziel ist es, Unternehmen aus der Region dabei zu unterstützen, ihre Produktionssysteme noch effizienter, flexibler und ergonomischer zu machen und so den Maschinenbaustandort OWL weiter zu stärken, erklärt Professor Jürgen Jasperneite, Leiter der beiden Lemgoer Forschungsinstitute. Wir freuen uns daher besonders, kleine und mittelständische Unternehmen als neue Transferpartner gewonnen zu haben. In Querschnittsprojekten des Spitzenclusters it´s OWL arbeiten die beiden Lemgoer Forschungseinrichtungen, das Fraunhofer IOSB-INA und das inIT, seit zwei Jahren an Zukunftstechnologien. Durch Technologietransfer wird das gewonnene Wissen nun in weitere Unternehmen aus der Region übertragen. Insgesamt 40 sogenannte Transferprojekte werden von den Forschungspartnern des Spitzenclusters in den kommenden zwölf Monaten bearbeitet. Das inIT überträgt die – im Rahmen der Querschnittsprojekte Intelligente Vernetzung und Energieeffizienz erzielten – Ergebnisse jetzt durch fünf Projekte in kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Die sogenannten Transfernehmer sind die Unternehmen Brandt Kantentechnik GmbH, HANNING ELEKTRO-WERKE GmbH Co. KG, Jowat AG, KW-Software GmbH und Steute Schaltgeräte GmbH Co. KG. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum Industrial Automation startet aktuell zwei weitere Transferprojekte mit der Madlehn GmbH aus Porta Westfalica und der Hans Turck GmbH Co. KG in Detmold. Ab Herbst sind noch weitere Projekte möglich. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können vom Wissens- und Technologietransfer profitieren und sich so klare Wettbewerbsvorteile verschaffen. Daher stehen wir immer für Anfragen von Unternehmen zur Verfügung und klären gerne über Unterstützungsmöglichkeiten auf, bestätigt Professor Jürgen Jasperneite. Hochschule Ostwestfalen-Lippe Liebigstr. 87 32657 Lemgo Deutschland Telefon: 05261 / 702-218 Telefax: 05261 / 702-388 URL: http://www.hs-owl.de

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Landnutzungstrends in Deutschland trotz politischer Veränderungen stabil

Berlin (pressrelations) – Landnutzungstrends in Deutschland trotz politischer Veränderungen stabil Zwei Weltkriege, die Trennung in Ost- und Westdeutschland sowie der EU-Beitritt stellten drastische sozio-ökonomische und institutionelle Veränderungen in der Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert dar. Ein Forscherteam des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) fragte gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien (IAMO) und vom Institut für Soziale Ökologie der Alpen-Adria Universität Klagenfurt im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes: Welchen Einfluss hatten diese politischen Umwälzungen auf die Landnutzung?. Das in der aktuellen Online-Ausgabe der Global Environmental Change veröffentlichte Ergebnis zeigt Erstaunliches: Landnutzungstrends verliefen seit dem späten 19. Jahrhundert überraschend stabil und in Ost- sowie Westdeutschland sehr ähnlich. Die graduelle Industrialisierung der Landwirtschaft wurde insgesamt kaum durch politische Faktoren beeinflusst. Oftmals führen institutionelle Veränderungen, Wirtschaftskrisen und politische Umbrüche zu starken Änderungen in der Landnutzung. Erwartet hatten die Forscher deshalb, dass sich die zahlreichen Umwälzungen, welche Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert durchlaufen hat, stärker widerspiegeln würden. „Überraschenderweise verliefen die deutschlandweiten Landnutzungsänderungen in den vergangenen 130 Jahren insgesamt sehr stetig, erklärt Tobias Kümmerle, Professor am Geographischen Institut der HU. Selbst während der Trennung Deutschlands in Ost und West sehen wir sehr ähnliche Landnutzungstrends – trotz der gegensätzlichen politischen und ökonomischen Paradigmen. Zunächst dominierte in beiden Teilen die Notwendigkeit zur Produktionssteigerung. Seit den 1980er Jahren rückten jedoch die Aspekte der Effizienzsteigerungen und eine Minderung der negativen Umweltfolgen von intensiver Landwirtschaft vermehrt in den Vordergrund von Ost und West. Einziger Einschnitt in der Entwicklung war jedoch die Deutsche Einigung, die nach 1990 zu einem klaren Bruch in den Langzeittrends in Ostdeutschland führte. Hier ist insgesamt eine deutliche Effizienzsteigerung in der ostdeutschen Landwirtschaft zu erkennen. Als Methode zur Analyse der langzeitlichen Landnutzungsveränderungen wurde der sozial-ökologische Indikator HANPP (Human Appropriation of Net Primary Production) gewählt. Dieser misst, wie viel der jährlich durch Pflanzenwachstum potenziell neu gebildeten Biomasse durch Ernte in Land- und Forstwirtschaft sowie durch die Ausdehnung landwirtschaftlicher Flächen von Menschen genutzt wird. Die Studie zeigt einen starken Anstieg der Erntemengen zwischen 1883 und 2007, obwohl landwirtschaftliche Flächen in Deutschland in dieser Zeit stark abnahmen. Ermöglicht wurden diese Ernteanstiege insbesondere durch höhere Erträge bei gleichzeitig deutlich abnehmenden Ernteverlusten. Obwohl die Biomassenutzung im Untersuchungszeitraum anstieg, fanden die Forscher deshalb insgesamt sogar eine relative Abnahme des Anteils der verfügbaren Biomasse von 75 Prozent auf 62 Prozent im 20. Jahrhundert. Aus der Sicht des Forscherteams zeigen die Ergebnisse deutlich, dass die Intensivierung von Landnutzung – als Ergebnis der Verfügbarkeit neuer Technologien, des massiven Einsatzes von Düngemitteln und fossiler Energie sowie dem Strukturwandel in ländlichen Räumen – als dominanter Trend über den gesamten Untersuchungszeitraum beobachtet werden kann. In vielen Teilen der Welt erfolgt Landnutzung momentan auf nicht nachhaltige Weise, erläutert Maria Niedertscheider, Erstautorin der Studie und Nachwuchswissenschaftlerin an der Universität Klagenfurt. Dass die von uns analysierten Landnutzungstrends so resilient gegenüber politischen und institutionellen Veränderungen waren, zeigt auch, dass es sehr schwierig sein kann, diese Trends kurzfristig zu verändern. Tiefgreifende Änderungen in Konsummustern, technologischen Rahmenbedingungen und demographischen Strukturen seien in vielen Fällen nötig, um Transformationen zu nachhaltigeren Landnutzungssystemen zu erreichen. Originalpublikation: Niedertscheider, M., T. Kuemmerle, D. Müller and K.-H. Erb (2014). Exploring the effects of drastic institutional and socio-economic changes on land system dynamics in Germany between 1883 and 2007. Global Environmental Change 28: 98-108. Kontakt Tobias Kümmerle Geographisches Institut Humboldt-Universität zu Berlin Tel.: 030 2093-9372 tobias.kuemmerle@geo.hu-berlin.de

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#deutschland, #landnutzungstrends, #politischer, #stabil, #trotz, #veraenderungen

Mali rebel factions agree to end hostilities ahead of Sept talks

Representatives of two platforms of rebel groups from northern Mali agreed on Thursday in the Burkinabe capital Ouagadougou to end hostilities and present a united front for talks with the Malian government in Algeria in early September.
, In recent months, there has been fighting between the Tuareg-led National Movement for the Liberation of Azawad (MNLA) and the Arab Movement of Azawad (MAA), and even clashes between rival MAA factions.

Mali's northern desert region – called Azawad by the Tuareg rebels – has risen up four times in the last 50 years, with various groups fighting for independence or self-rule. The last uprising in early 2012 prompted a coup in the southern capital, Bamako, and allowed Islamist groups to seize northern Mali.

MAA leader Ahmed Ould Sidi Mohamed and Tuareg elder Alghabass Ag Intalla, representing the MNLA and allied groups, signed a statement following four days of talks agreeing to end hostilities between rival factions and present a united front at the Algiers talks to seek greater autonomy for northern Mali.

Mohamed Ousman Ag Mohamedoun, a spokesman for Coalition of the People of Azawad (CPA) allied with the MAA, said the groups had agreed the region should remain part of Mali and retain a secular government, but they would press for a form of government that corresponded to the region's cultural specifics.

At preliminary discussions with the Malian government in July, the rebel groups agreed to open substantive talks on key issues by mid-August, but this was later postponed to early September.

Unrest in the West African country continues even after troops from its former colonial ruler France intervened last year to drive back Islamists who had seized the north. The United Nations has since deployed a peace-keeping mission.
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#agree, #ahead, #factions, #hostilities, #mali, #rebel, #sept, #talks