Vergewaltigungen und Misshandlungen“ Die Prügelstrafe wurde in Westdeutschland erst ab 1974 und in Bayern erst 1980 verboten . Heinz Duthel

„Vergewaltigungen und Misshandlungen“

Brutal und systematisch Kinder über Jahrzehnte in kirchlicher Obhut misshandelt

Heinz Duthel

Weiteres von diesem Autor

Dieses Buch ist mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät und auf Ihrem Computer mit iTunes zum Download verfügbar. Bücher können mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät gelesen werden.

Beschreibung

„Vergewaltigungen und Misshandlungen“
Brutal und systematisch Kinder über Jahrzehnte in kirchlicher Obhut misshandelt
Die heilige Steuer finanzierte Trödelbude – Sodom und Gomorrha
Auf eine Entschädigung oder Entschuldigung warten viele der Opfer noch heute vergebens. Auch etliche Täter kamen bisher ungestraft davon. Nach seinen Recherchen sind 35 nachweislich pädophilie Priester dort noch im Amt.
Gewalt war dort das bestimmende Erziehungsmittel, egal, ob es sich um kirchliche oder staatliche Einrichtungen handelte. In kirchlichen Heimen kam es aber deutlich häufiger zu sexuellen Übergriffen. «Kindergulag» waren diese Aufbewahrungslager.
«Heime waren Orte, an denen systematisch Gewalt ausgeübt worden ist und Menschen gebrochen worden sind»
Zwangsarbeit war ebenso üblich wie sexueller Missbrauch, etliche Heimkinder wurden auch für medizinische Experimente mit unabsehbaren Spätfolgen missbraucht, deren Grausamkeit sich kaum von den Versuchen unterscheidet, die Nazi-Ärzte mit KZ-Insassen durchgeführt hatten.
Kinder wurden in Zwangsjacken gesteckt und verprügelt oder mussten Erbrochenes essen. Bettnässer mussten ihre schmutzigen Unterhosen über dem Gesicht tragen. Wer gegen Vorschriften wie das allgemeine Redeverbot verstieß, wurde tagelang in völliger Dunkelheit eingesperrt. Das sind keine Einzelfälle, sondern Methoden, die offensichtlich in vielen Heimen angewandt wurden.
Wie viele Qualen kann ein Kind ertragen?
Der Verfasser stellt dar, dass auch Frauen gerne prügelten und quälten, und dass Jungs genauso oft missbraucht und vergewaltigt wurden wie Mädchen. «Offenbar hat die Kirche ein Problem mit Sexualität. Opfer kirchlicher Heime berichten in 66 Prozent aller Fälle von sexueller Gewalt und sexuellem Missbrauch.

…Mehr

„Vergewaltigungen und Misshandlungen“

In iTunes ansehen

  • 5,99 €
  • Auf dem iPhone, iPad, iPod touch und Mac verfügbar.
  • Kategorie: Rechtswesen
  • Erschienen: 13.03.2015
  • Verlag: Books on Demand
  • Druckseiten: 325 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Gequält, Missbraucht und Zerstört!

10 Jahre im Kinderheim, Erziehungsheim, Erzieher, Pfarrer, Jugendamt: Und Schuldig war immer ich!

Heinz Duthel

Weiteres von diesem Autor

Dieses Buch ist mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät und auf Ihrem Computer mit iTunes zum Download verfügbar. Bücher können mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät gelesen werden.

Beschreibung

…und sie haben mich Missbraucht und Gequält!
10 Jahre im Kinderheim, Erziehungsheim zwischen Erzieher, Pfarrer, Jugendamt: Und Schuldig war immer ich!
Als ich mit 17 nach Frankreich in die Fremdenlegion abhaute, gefluechtet vom Erziehunsgheim Glonn, dachte ich nur eines: Wenn ich da wieder lebend raus komme , gehe ich zurück und jage das Jugendamt mit dem Erziehungsheim in die Luft.
Mein ganzes Leben treibt mich bis heute nur mit Angst vor Schluesseln, von Wohnungen, von Ämtern , von geschlossenen Türen, von Amtsvorladungen, vor der Deutschen Grenze. Mein Leben im Kinderheim brachte mich in die Fremdenlegion, ins Landeskrankenhaus wegen Alkohol, zu Gewalttaten, zu Verurteilungen, zu Jobs als Söldner rund um die Welt, weg aus Deutschland. Drei kaputte Ehen, Kinder die mich hassen oder als Versager betrachten. Das was man mit mir in diesen Jugend Zuchthäusern gemacht hat kann man nicht beschreiben mit Worten.
Noch heute wieder in Deutschland wache ich auf Durchgeschwitzt sehe den Kuttenpisser mit seiner Erzieher vor mir wie sie mir ihren Penisse im Mund schieben damit ich die Zelle verlasse. Noch heute, schwerbehindert mit 64 würde ich denen die Schwänze abschneiden wenn ich sie sehen könnte, noch heute mit 64 würde ich die Nonne oder Schwester was sie war im Kinderheim die alte stinkende F***e wegreisen die sie mich schlecken ließ mit vielleicht 8 oder 9 Jahren….
Kann einer verstehen oder glauben, dass wenn man nach einer versuchten Fluch erwischt worden ist, man im Keller landete, dann kamen zwei oder drei von den Älteren Zöglingen mit den Kuttenpisser oder Erzieher im Kelle, man musste sich ausziehen, blöde fragen wie, na wie war es auf dem Bahnhofstrich in München, dann hielten einen zwei oder drei andere Zöglinge fest während der Pfarrer oder Erzieher versuchte einen u vergewaltigen oder wollte das man ihm einen Blasen soll und die anderen Zöglinge lachten und sprachen schon wer der nächste ist wenn der Drecksack fertig ist. Man lag am Boden und weinte, die Tür zugeschlossen, Nackt ohne Klamotten für 2 Tage und Nächte , dann ist man so froh wenn der Drecksack wieder kommt und einen was zum Anziehen gibt, dafür muss man ihm wieder einen blasen oder w*****n, bis man nach 8 Tagen endlich wieder raus darf und in die Säle nach oben wo die anderen Erwachsenen Zöglinge schon lachten und warteten das es Nacht wurde um zu dir ins Bett zu springen. Das war Jugendamt Erziehung, ja das war Katholische Erziehung. Die haben mich kaputt gemacht,

…Mehr

Gequält, Missbraucht und Zerstört!

In iTunes ansehen

  • 18,99 €
  • Auf dem iPhone, iPad, iPod touch und Mac verfügbar.
  • Kategorie: Rechtswesen
  • Erschienen: 17.02.2014
  • Verlag: Books on Demand
  • Druckseiten: 260 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Angststörungen – Alpträume – Depressionen

Meine Erfahrungen mit Angst und Depressionen

Heinz Duthel

Weiteres von diesem Autor

Dieses Buch ist mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät und auf Ihrem Computer mit iTunes zum Download verfügbar. Bücher können mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät gelesen werden.

Beschreibung

Angststörungen – Alpträume – Depressionen
Die Angstschwelle ist vom Stresspegel abhängig
Meine Erfahrungen mit Angst und Depressionen
Ich bin mir im Klaren darüber, dass jemand, der selbst noch keine Panik-Attacke erlebt hat und nicht an Depressionen erkrankt ist, das Geschilderte kaum nachfühlen kann. Trotzdem möchte ich meinen ganz persönlichen Leidensweg aufzeichnen, in der Hoffnung, dass es jemandem in einer ähnlichen Situation Trost spendet oder gar hilft.
Als Angststörung bezeichnet man einen krankhaften Zustand, bei dem starke Ängste oder Panikattacken scheinbar grundlos und unangemessen auftreten und nicht die Folge von körperlichen Erkrankungen oder Suchtmittelmissbrauch sind. Es geht also nicht um Ängste vor echten Bedrohungen, wie Unfälle, Krieg, Terrorismus, Krankheit, Liebeskummer oder Arbeitsplatzverlust, sondern um unangebrachte, unrealistische oder übertriebe Ängste vor Dingen, vor denen andere Menschen normalerweise keine Angst haben.
Angststörungen haben viele Gesichter und verlaufen oft sehr unterschiedlich. Manche Menschen haben eine
Panikstörung
plötzliche, unerwartete Panikattacken aus heiterem Himmel
Agoraphobie
Angst vor bestimmten Situationen, wie engen Räumen, oder vor weiteren Panikattacken
Generalisierte Angststörung (GAS)
lang anhaltende Angst, ohne zu wissen, wovor man Angst hat
Soziale Phobie, Soziophobie
Angst vor abwertender Beurteilung durch andere Menschen
Spezifische bzw. einfache Phobie
Angst vor bestimmten Dingen, wie Spritzen, Spinnen o.ä.
Es geht also nicht um Ängste vor echten Bedrohungen, wie Unfälle, Krieg, Terrorismus, Krankheit, Liebeskummer oder Arbeitsplatzverlust, sondern um unangebrachte, unrealistische oder übertriebe Ängste vor Dingen, vor denen andere Menschen normalerweise keine Angst haben.

…Mehr

Angststörungen - Alpträume - Depressionen

In iTunes ansehen

  • 4,99 €
  • Auf dem iPhone, iPad, iPod touch und Mac verfügbar.
  • Kategorie: Medizin
  • Erschienen: 27.07.2015
  • Verlag: Books on Demand
  • Druckseiten: 68 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Kinder – Katholische Kirche–Erziehungsheime- Jugendamt

Die Pädophilien Dämonen und ihre Helfershelfer

Heinz Duthel

Weiteres von diesem Autor

Dieses Buch ist mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät und auf Ihrem Computer mit iTunes zum Download verfügbar. Bücher können mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät gelesen werden.

Beschreibung

Sexueller Missbrauch durch die römisch-katholischen Kirche und den Staatlichen Heimen und Jugendhaftanstallten.
Die Prügelstrafe wurde in Westdeutschland erst ab 1974 und in Bayern erst 1980 verboten .

Kinder - Katholische Kirche–Erziehungsheime- Jugendamt

In iTunes ansehen

  • 18,99 €
  • Auf dem iPhone, iPad, iPod touch und Mac verfügbar.
  • Kategorie: Politik und Zeitgeschehen
  • Erschienen: 21.02.2014
  • Verlag: Books on Demand
  • Druckseiten: 276 Seiten
  • Sprache: Deutsch

Klick ins Buch Kinder - Katholische Kirche-Erziehungsheime- Jugendamt als Buch

PORTO-
FREI

Kinder – Katholische Kirche-Erziehungsheime- Jugendamt

von Heinz Duthel

Die Pädophilien Dämonen und ihre Helfershelfer. Paperback…

 

Heinz Duthel: Kinder – Katholische Kirche-Erziehungsheime- Jugendamt

Heinz Duthel

Kinder – Katholische Kirche-Erziehungsheime- Jugendamt

Buch

  • Die Pädophilien Dämonen und ihre Helfershelfer
  • Books on Demand, 02/2014
  • Einband: Kartoniert / Broschiert, Paperback
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783735786104
  • Bestellnummer: 4162029
  • Umfang: 276 Seiten
  • Gewicht: 402 g
  • Maße: 210 x 148 mm
  • Stärke: 18 mm
  • Erscheinungstermin: 21.2.2014

Heinz Duthel: Kinder – Katholische Kirche-Erziehungsheime- Jugendamt

Heinz Duthel: Kinder - Katholische Kirche-Erziehungsheime- Jugendamt, Buch

Beschreibung

Sexueller Missbrauch durch die römisch-katholischen Kirche und den Staatlichen Heimen und Jugendhaftanstallten.
Die Prügelstrafe wurde in Westdeutschland erst ab 1974 und in Bayern erst 1980 verboten .
Sexueller Missbrauch durch die Römisch-katholischen Kirche
Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche ist ein Phänomen, das seit Mitte der 1990er Jahre weltweit größere öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Die Sensibilisierung für das frühere Tabuthema hat viele Opfer ermutigt, selbst noch 30 oder 40 Jahre nach den Vorfällen ihre traumatischen Erlebnisse öffentlich zu machen. Sie berichten sowohl über Fälle sexuellen Missbrauchs, insbesondere durch Priester, Ordensleute und angestellte Erzieher innerhalb der römisch-katholischen Kirche an ihren Schutzbefohlenen und Untergebenen, als auch über den damaligen Umgang kirchlicher Stellen mit den Tätern und Opfern.
Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim, Duthel, Heinz , Paperback ISBN-13 978-3-7322-4116-3
„Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim“
ES WAR WIE EINE MAFIA….
Kinderheim Nürnberg – da mein Großvater gestorben ist
Erziehungsheim Glonn, Ebersberg – da meine Eltern ein Tages-und Nachtlokal hatten
Jugendgefängnis Nürnberg – Da ich die Berufschule schwänzte und Jugendstrafanstalt Niederschönenfeld – wegen Mopeddiebstahl und je weiter mein Leben ging, je mehr war ich immer ’selber schuld‘ aber die schuldigen Verbrecher die wahren, die blieben auf ihren Posten bis zur Rente. Und hier komme ich wieder auf das, was mich trieb und getrieben hat. Angst – das Einzige, was uns dieses Jugendamt, Erzieher und Pfarrer eingeprügelt haben.
Angst, immer Angst vor noch mehr Bestrafung, immer Angst vor noch mehr Missbrauch immer mit den Gedanken leben, das Missbrauch, Gewalt, Prügel, Perversionen ein Monopol des Staates, des Jugendamtes dessen Anstalten und der Kirche ist. Die Angst vor diesem Staats- und Kirchen-Monopol, für das sich heute noch kein schwarzer Kuttenpisser entschuldigt hat, für jene kirchlichen Vertreter welche wir heute noch als Papst Superstar am Kölner Dom bejubeln, oder weinen, wenn mal einer von denen verreckt.
„Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim“ Zucht und Unzucht. Und alle haben sie wieder geschwiegen und werden wieder schweigen.
Von damals bis heute:
Die ewigen Nazis, die Leiter der Erziehungsheime….

Klappentext

Sexueller Missbrauch durch die römisch-katholischen Kirche und den Staatlichen Heimen und Jugendhaftanstallten.

Beschreibung

Sexueller Missbrauch durch die römisch-katholischen Kirche und den Staatlichen Heimen und Jugendhaftanstallten.
Die Prügelstrafe wurde in Westdeutschland erst ab 1974 und in Bayern erst 1980 verboten .
Sexueller Missbrauch durch die Römisch-katholischen Kirche
Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche ist ein Phänomen, das seit Mitte der 1990er Jahre weltweit größere öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Die Sensibilisierung für das frühere Tabuthema hat viele Opfer ermutigt, selbst noch 30 oder 40 Jahre nach den Vorfällen ihre traumatischen Erlebnisse öffentlich zu machen. Sie berichten sowohl über Fälle sexuellen Missbrauchs, insbesondere durch Priester, Ordensleute und angestellte Erzieher innerhalb der römisch-katholischen Kirche an ihren Schutzbefohlenen und Untergebenen, als auch über den damaligen Umgang kirchlicher Stellen mit den Tätern und Opfern.
Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim, Duthel, Heinz , Paperback ISBN-13 978-3-7322-4116-3
„Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim“
ES WAR WIE EINE MAFIA….
Kinderheim Nürnberg – da mein Großvater gestorben ist
Erziehungsheim Glonn, Ebersberg – da meine Eltern ein Tages-und Nachtlokal hatten
Jugendgefängnis Nürnberg – Da ich die Berufschule schwänzte und Jugendstrafanstalt Niederschönenfeld – wegen Mopeddiebstahl und je weiter mein Leben ging, je mehr war ich immer ’selber schuld‘ aber die schuldigen Verbrecher die wahren, die blieben auf ihren Posten bis zur Rente. Und hier komme ich wieder auf das, was mich trieb und getrieben hat. Angst – das Einzige, was uns dieses Jugendamt, Erzieher und Pfarrer eingeprügelt haben.
Angst, immer Angst vor noch mehr Bestrafung, immer Angst vor noch mehr Missbrauch immer mit den Gedanken leben, das Missbrauch, Gewalt, Prügel, Perversionen ein Monopol des Staates, des Jugendamtes dessen Anstalten und der Kirche ist. Die Angst vor diesem Staats- und Kirchen-Monopol, für das sich heute noch kein schwarzer Kuttenpisser entschuldigt hat, für jene kirchlichen Vertreter welche wir heute noch als Papst Superstar am Kölner Dom bejubeln, oder weinen, wenn mal einer von denen verreckt.
„Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim“ Zucht und Unzucht. Und alle haben sie wieder geschwiegen und werden wieder schweigen.
Von damals bis heute:
Die ewigen Nazis, die Leiter der Erziehungsheime….

Klappentext

Sexueller Missbrauch durch die römisch-katholischen Kirche und den Staatlichen Heimen und Jugendhaftanstallten.
Die Prügelstrafe wurde in Westdeutschland erst ab 1974 und in Bayern erst 1980 verboten .

Advertisements

„Kirche: Ein von Steuern finanzierter Phaedophiler Mafia Konzern mit einer Vergangenheit als Massenmoerder“

„Vergewaltigungen und Misshandlungen“

Kirche

Brutal und systematisch Kinder über Jahrzehnte in kirchlicher Obhut misshandelt

Heinz Duthel

Weiteres von diesem Autor

Dieses Buch ist mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät und auf Ihrem Computer mit iTunes zum Download verfügbar. Bücher können mit iBooks auf Ihrem Mac oder iOS-Gerät gelesen werden.

Beschreibung

„Vergewaltigungen und Misshandlungen“
Brutal und systematisch Kinder über Jahrzehnte in kirchlicher Obhut misshandelt
Die heilige Steuer finanzierte Trödelbude – Sodom und Gomorrha
Auf eine Entschädigung oder Entschuldigung warten viele der Opfer noch heute vergebens. Auch etliche Täter kamen bisher ungestraft davon. Nach seinen Recherchen sind 35 nachweislich pädophilie Priester dort noch im Amt.
Gewalt war dort das bestimmende Erziehungsmittel, egal, ob es sich um kirchliche oder staatliche Einrichtungen handelte. In kirchlichen Heimen kam es aber deutlich häufiger zu sexuellen Übergriffen. «Kindergulag» waren diese Aufbewahrungslager.
«Heime waren Orte, an denen systematisch Gewalt ausgeübt worden ist und Menschen gebrochen worden sind»
Zwangsarbeit war ebenso üblich wie sexueller Missbrauch, etliche Heimkinder wurden auch für medizinische Experimente mit unabsehbaren Spätfolgen missbraucht, deren Grausamkeit sich kaum von den Versuchen unterscheidet, die Nazi-Ärzte mit KZ-Insassen durchgeführt hatten.
Kinder wurden in Zwangsjacken gesteckt und verprügelt oder mussten Erbrochenes essen. Bettnässer mussten ihre schmutzigen Unterhosen über dem Gesicht tragen. Wer gegen Vorschriften wie das allgemeine Redeverbot verstieß, wurde tagelang in völliger Dunkelheit eingesperrt. Das sind keine Einzelfälle, sondern Methoden, die offensichtlich in vielen Heimen angewandt wurden.
Wie viele Qualen kann ein Kind ertragen?
Der Verfasser stellt dar, dass auch Frauen gerne prügelten und quälten, und dass Jungs genauso oft missbraucht und vergewaltigt wurden wie Mädchen. «Offenbar hat die Kirche ein Problem mit Sexualität. Opfer kirchlicher Heime berichten in 66 Prozent aller Fälle von sexueller Gewalt und sexuellem Missbrauch.

Die ehemaligen Heimkinder stehen in dieser langen Tradition der Ausbeutungen und Gefolterten.

Macht und Reichtum der Kirchen sind erwachsen aus einer langen Tradition der Ausbeutung der Bevölkerung. Angefangen mit der Zwangsbekehrung, durchgesetzt mit Schwert, Blut und Tränen, gefolgt von der Verfolgung all, die dieser Zwangsbekehrung nicht folgen wollte, mit dem Auspressen bis aufs Blut der so Zwangsbekehrten.

Die ehemaligen Heimkinder stehen in dieser langen Tradition der Ausbeutungen und Gefolterten.

diakonie_600

Weitere Infos zum Autor Ernst Klee siehe unter externem Link.

Zitat

Es ist das einzige außenpolitische Abkommen aus der Nazi-Zeit, das heute noch gültig ist: das Reichskonkordat.

Der Vertrag, den der Vatikan und das Hitler-Regime am 20. Juli 1933 schlossen, schrieb die Beziehungen zwischen Staat und Kirche fest. Inhaltlich war das beileibe kein Pakt mit dem Teufel – doch natürlich wertete das Abkommen mit dem Heiligen Stuhl die Diktatur der Nationalsozialisten innenpolitisch wie international auf.

Zitat Ende

Artikel weiterlesen, siehe unter externen Link.

Ungeachtet dessen, was die Kirchen unter den grausamen, menschenunwürdigen und  menschen-verachtenden Umständen direkt oder indirekt an den ehemaligen Heimkindern verdient haben, möchten wir hier einmal auszugsweise aufzeigen, aus was sich der Reichtum der Kirchen, hier die Katholische Kirche zusammensetzt.

Vatikan – Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

»Wieviel die Fabel von Christus Uns und den Unsern genützt hat, ist bekannt.«
– Papst Leo X. S. 142.

»Die Kirche ist die höchste aller denkbaren Korruptionen.«
– Der Philosoph Friedrich Nietzsche S. 363.

»Wir brennen wahrhaftig vor Geldgier, und indem wir gegen das Geld wettern,
füllen wir unsere Krüge mit Gold, und nichts ist uns genug«. – Bischof Hieronymus S. 76.

Basis Blutgeld

Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld – auf dieser Basis bauen alle auf, die der Kirche Geld geben.

Wie ist die Kirche zu ihrem immensen Reichtum gekommen?

Die Wahrheit darüber findet man in vielen dicken Büchern verborgen.

Quelle Überschrift S…: Herrmann Horst, Kirchenfürsten, Hamburg 1992

Gold

Vatikan_Gold

Der Vatikan hortet den zweitgrößten Goldschatz
auf Erden

  • In der italienischen Zeitschrift Oggi wurde der Goldschatz des Vatikans aufgrund »außerordentlicher Informationen« hinter demjenigen der USA als der zweitgrößte der Welt beziffert:
    7000 Milliarden Lire = 3.500.000.000 Euro.
  • Im Vergleich dagegen beträgt der Wert des Goldschatzes des Staates Italien »nur« 400 Milliarden Lire, dies war 1952.
    Wie groß mag der Goldschatz des Vatikans heute sein?
  • Rechnen wir die Wert-Steigerung dazu, so wäre der Wert des Goldes heute 63 % höher. Bei Verkauf könnte der Goldschatz des Vatikans, je nach Zeitpunkt eines eventuellen Abstoßes,
    bis 650 % Gewinn gebracht haben.

Da fragt man sich:

Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Gold-Besitz gekommen?

Quelle: Zeitung Oggi Nr. 42/1952

Aktien

Vatikan_Boerse

Der Vatikan pokert mit enormen Finanzreserven
an der Wallstreet

  • »Die auswärtigen Finanzreserven des Vatikans sind vornehmlich an der Wallstreet konzentriert. Insgesamt dürfte sich der Gesamtbesitz der Kirchenzentrale an Aktien und anderen Kapitalbeteiligungen bereits im Jahr 1958 auf etwa
    50 Milliarden DM belaufen haben.« S. 153
  • Diese Zahl dürfte inzwischen vermutlich auf weit über Hundert Milliarden Euro angewachsen sein.

Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Aktien-Besitz gekommen?

Quelle: Herrmann Horst, Die Kirche und unser Geld, Hamburg 1990

Konzerne

Vatikan_Industrie

Der Vatikan ist
»größter religiöser Wirtschaftskonzern«

  • »Der Vatikan ist heute der größte religiöse Wirtschaftskonzern der Welt und fest engagiert in zahllosen Unternehmen in den Bereichen Immobilien, Plastik, Elektronik, Stahl, Zement,
    Textilien, Chemie, Nahrungsmittel und Bauwirtschaft.« S. 244
  • Die dem Vatikan gehörende Firma Italgas hat
    Tochter-Gesellschaften in 36 italienischen Städten. Der Vatikan mischt mit bei Teer, Eisen, Destillaten, Trinkwasser, Gasherden, Industrieöfen usw. Von den etwa 180 italienischen Kreditinstituten verfügt mindestens ein Drittel über vatikanisches Geld. S. 244
  • Der Vatikan besitzt viele einflussreichste römische Banken und ist in Europa, in Nord- und in Südamerika an einer überwältigenden Fülle mächtiger Industrieunternehmen beteiligt, einige gehören sogar weitgehend dem Vatikan, wie z.B. Alitalia oder Fiat. S. 53

Wie ist der Vatikan zu diesem immensen Besitz gekommen?

Quelle Absatz 1 und 2: Lo Bello Nino, Vatikan im Zwielicht, Düsseldorf

Quelle Absatz 3: Deschner Karlheinz, Opus Diaboli, Reinbek 1987

Ländereien

Vatikan_Laendereien

Die Kirche
– der größte Grundbesitzer der westlichen Welt –

Einige Beispiele:

  • Deutschland:
    Mit 8,25 Milliarden qm größter privater Grundbesitzer S.208 (entspricht gut der Hälfte des Bundeslandes Schleswig-Holstein
    S.208 oder der Größe von Bremen, Hamburg, Berlin und München zusammen)
  • Italien: über 500.000 ha Ackerland
  • Spanien: ca. 20 % aller Felder
  • Portugal: ca. 20 % aller Felder
  • Argentinien: ca. 20 % aller Felder
  • England: ca. 100.000 ha
  • USA: über 1.100.000 ha Ackerland;
  • Weiden und Wälder sind nicht mitgerechnet. S. 429

Wie ist die Kirche zu diesem immensen Land-Besitz gekommen?

Quelle Absatz 1: Frerk Carsten, Finanzen und Vermögen der Kirchen, Aschaffenburg 2002

Quelle Weiden und Wälder…: Deschner Karlheinz,
Und abermals krähte der Hahn, Reinbek 1972

Städte / Immobilien

Vatikan_Immobilien

Der Vatikan ist »größter Immobilienbesitzer«

Man kann in Bezug auf die immensen Besitztümer des Vatikans nicht mehr nur von Immobilien sprechen, sondern eher von Städten oder Stadtteilen.

  1. Rom z. B. ist bereits zu 1/4 in den Händen des Vatikans, recherchierte Paolo Ojetti in der Zeitschrift L’ Europeo am
    7.1.1977. Sein Artikel war wie ein Telefonbuch zu lesen. Seitenweise listete er Tausende von Palästen auf, die z. T. den 325 katholischen Nonnen- und 87 Mönchsorden gehören.
  2. Der Journalist Ojetti recherchierte auch in der italienischen Stadt Verona. Er druckte einen Stadtplan ab, auf dem ungefähr die Hälfte der Häuser schwarz markiert waren = Eigentum der katholischen Kirche. Er wies darauf hin, dass die Besitzverhältnisse in anderen Städten ähnlich sein dürften.
  3. Das war dem Vatikan zuviel. Sie nannten den Artikel verwirrend, unverantwortlich, skandalös, antiklerikal, unkulturell und dumm. Der Direktor der Zeitschrift wurde sofort gefeuert.
  4. Es dauerte 21 Jahre, bis es wieder ein mutiger Journalist wagte,
    das Thema anzupacken.
  5. Max Parisi recherchierte für die Zeitung La Padania nochmals die Eigentumsverhältnisse in Rom und kam in seinem Artikel vom
    21.6.1998 zum Schluss, dass jetzt bereits schon fast 1/3 aller Häuser Roms im Besitze des Vatikans sind.
  6. Diese Immobilien von »unermesslichem Wert« befinden sich nach seiner Recherche in den besten Lagen: »Das ganze Gebiet vom Campo dei Fiori bis zum Tiber gegenüber der Engelsburg, vorbei an der Piazza Navona und den umliegenden Straßen ist praktisch vollständig im Besitz des Vatikans. Es handelt sich um etwas weniger als die Hälfte des historischen Zentrums.« Allein in dieser Zone sind es über 2500 Paläste. Diese ganzen Immobilien tauchen auf dem Katasteramt gar nicht auf, weil sie als »ausländisches Territorium« gelten.
  7. Der Autor Guarino nennt Beispiele, wie Leute zwangsgeräumt und auf die Straße gestellt wurden, obwohl die Vatikanbank scheinheilig anderes versprochen hatte. Parisi fragt am Ende: »Was haben Glauben und 160.000 Milliarden Immobilienbesitz miteinander zu schaffen? Was hat Jesus mit … den teuersten Terrassenwohnungen Roms zu tun?«
  8. Jetzt versteht man die alten Prophezeiungen, nach denen den Römern eines Tages der Kragen platzt und die Prälaten ihre Kutten in den Tiber werfen müssen, um nicht erkannt zu werden …

Doch wie ist der Vatikan zu diesem immensen Besitz gekommen?

Quelle Absatz 1 – 2:  Ojetti Paolo in L’ Europeo Nr. 1/1977

Quelle Absatz 5 – 7: Parisi Max in La Padania 21.6.1998

Blutgeld durch Sklaverei

Der Menschenhandel und die Sklaverei vergrößerten den Reichtum der Kirche, von dem sie heute noch lebt.

  1. Die Kirche unterstützte von Anfang an die Sklaverei und verschärfte sie in vielerlei Hinsicht. S. 520.524
  2. Papst Nikolaus V. legitimierte den Sklavenhandel in seiner Bulle Divino amore communiti (Aus göttlicher Liebe zur Gemeinschaft) am 18. Juni 1452. Deshalb war der Sklavenhandel legal und verursachte bei den Beteiligten keinerlei Skrupel. S. 101
  3. Der Papst hielt sich selber Sklaven. Papst Gregor I. hielt Hunderte Sklaven auf seinen Gütern und stimmte Gesetzen zu, die den Sklaven verboten, freie Christen zu heiraten.
  4. Ein Sklave wurde wie ein Stück Vieh betrachtet. Die Kirche behandelte Sklaven wie »Kirchengut« und dieses galt als unveräußerlich. Die Kirche schätzte den Wert von Kirchengütern manchmal nicht nach Geld, sondern nach Sklaven ein. S. 523
  5. Wurde trotzdem ein Sklave freigelassen, musste er mit seinem Vermögen die Kirche entschädigen. (4. Synode von Toledo)
  6. Die Kirche verbot Sklaven, Testamente zu machen. Beim Tode eines Sklaven fielen seine Ersparnisse der Kirche zu.
  7. Laut dem »heiligen«. Thomas von Aquin waren Sklaven »zweckdienlich«. S. 229
  8. Die Kirche tat alles, um die Sklaverei zu erhalten, und nichts, um sie zu beseitigen. S. 520
  9. Ein Bischof durfte einen Sklaven nur entlassen, wenn er zwei Sklaven dafür als Ersatz anbot. S. 523
  10. Uneheliche Kinder von Klerikern wurden zu lebenslangen Kirchensklaven gemacht. Dies galt auch für Findelkinder.
    (3. Synode von Toledo)
  11. Der »heilige« Martin von Tours (heute in vielen Kirchen abgebildet, wie er seinen Mantel teilt) z. B. hielt sich
    20.000 Sklaven. S. 524
  12. Auch die Klöster hatten Sklaven, sowohl zum Dienst im Kloster wie zur Bedienung der Mönche. Tausende gefangener Slawen und Sarazenen wurden als Sklaven an Klöster verteilt. S. 528
  13. Die Sklaverei dauerte auf Kirchenländereien und päpstlichen Gütern bis ins 11. Jahrhundert.
  14. »Schätzt man doch, dass zeitweise auf einen gefangenen Sklaven, der die afrikanische Küste noch lebend erreichte, zehn trafen, die schon beim Landtransport umgekommen waren, worauf von weiteren zehn etwa neun auf dem
    Seeweg verreckten.«
  15. »Der Protestantismus ging von Anfang an in den gleichen
    Bahnen, nachdem Luther Leibeigenschaft und Sklaverei theologisch gerechtfertigt hatte. Bis weit ins 19. Jahrhundert trieben evangelische Staaten unter der theologischen Billigung der Missionare Sklavenhandel und gingen auf Sklavenjagd.«
    S. 22 und S. 150
  16. Das erste englische Sklavenschiff hieß »Jesus«. S. 179

Jesus predigte die Nächstenliebe.

Mit dem Tun der Kirche ist diese nicht zu vereinbaren.

Für den, der jetzt sagt, so sei halt die Zeit gewesen, hier ein Satz aus dem Koran: »Wünscht einer deiner Sklaven eine Freilassungsurkunde, so stelle sie ihm aus, wenn du ihn als gut kennst, und gib ihm einen Teil deines Reichtums, den Gott dir verliehen.« S. 513 Es hätte also auch im «Christentum« anders sein können.

Quelle Absatz 1, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 11, 12, letzter Absatz:
Deschner Karlheinz, Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. 3,
Reinbek 1990

Quelle Absatz 2 und 14: Von Othegraven Friedhelm,
Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986

Quelle Absatz 15 Seite 22: 9) Weber Hartwig,
Die Opfer des Kolumbus, 500 Jahre Gewalt und Hoffnung,
Reinbek 1982

Quelle Absatz 15 Seite 150: Herrmann Horst,
Die Kirche und unser Geld, Hamburg 1990

Quelle Absatz 16: 9) Weber Hartwig,
Die Opfer des Kolumbus, 500 Jahre Gewalt und Hoffnung,
Reinbek 1982

Vatikan_Sklavenschiff

Belegplan eines Schiffes bei einem Sklaventransport.
Jahrhunderte lang förderte die Kirche die Sklaverei
und hielt sich eigene Sklaven.

Superreich
durch Leibeigene

Auch die Leibeigenen vergrößerten damals den Reichtum der Kirche, von dem sie heute noch lebt.

  1. Bereits ab dem 4. Jahrhundert bildete sich unter der Domäne der Kirche eine andere Art der Sklavenhaltung: die Leibeigenen.
    S. 538
  2. Die Leibeigenen waren de facto den Sklaven gleichgestellt. Sie durften ihr Land nicht verlassen und waren den Großgrundbesitzern, z. B. einem Kloster, hilflos ausgeliefert. Sie wurden mit Abgaben von Wucherzinsen erpresst und schikaniert. So entstand ein in hohem Grade korrupter und tyrannischer Zwangsstaat. Das Elend der Leibeigenen war unermesslich. Manche Eltern waren gezwungen, ihre Kinder in die Sklaverei oder die Prostitution zu verkaufen. S. 538
  3. Aufstände wurden blutig unterdrückt. Die Kirche stand auf der Seite der Ausbeuter und predigte Demut und Gehorsam.
    S. 544
  4. Die Kirche war (und ist) größte Grundbesitzerin Europas. Das Kloster Fulda z. B. besaß 15.000 Landsitze. Das Kloster St. Gallen verfügte über 2.000 Leibeigene. S. 240

Quelle Absatz 1 – 3: Deschner Karlheinz, Opus Diaboli, Reinbek 1987

Quelle Absatz 4: Durant Will,
Kulturgeschichte der Menschheit, Band 6, München 1978

Superreich
durch Segen & Titel

Auch der Verkauf von Segensbriefen, Titeln, Audienzen usw. vergrößert heute noch den Reichtum
der Kirche

Preisliste des Vatikans (Stand 1990)

  • DM 5.000,- für einen vom Papst persönlich unterzeichneten Segen mit Urkunde
  • DM 30.000,- für eine Privataudienz mit dem Papst, inkl. Video
  • DM 50.000,- Spende für einen Ehrendoktortitel
  • DM 120.000,- Spende für einen Orden
    (Ordensstern zum Großkreuz des St.-Gregor-Ordens)
  • DM 300.000,- für einen Barontitel
  • DM 2.500.000,- für eine Erhebung in den Fürstenstand
  • DM 50.000,- für die Nebenkosten einer solchen Prozedur,
    etwa anlässlich der Ostermesse
  • Ab ca. 100.000,- Euro (im Durchschnitt ca. 250.000,-) kosten auch Heiligenprozesse. Nur wohlhabende Familien oder Ordensgemeinschaften können sich einen derart teuren
    Prozess leisten. S. 299
  • Allein durch die 464 Heiligsprechungen (mehr als in den 400 Jahren davor) von Johannes Paul II. dürften ca. 116.000.000,- Euro in die Kassen des Vatikans gerollt sein. S. 165

Quelle vorletzter Absatz: Herrmann Horst,
Die Kirche und unser Geld, Hamburg 1990

Quelle letzter Absatz: GEO-EPOCHE Nr. 10/03, Die Macht der Päpste

Superreich durch Ablasshandel

Mehr als 1 Milliarde Gulden sollen durch Ablasshandel nach Rom geflossen sein.
Dies ist Teil des Kirchenvermögens
– heute noch.

  1. Papst Sixtus IV. entschied 1467, dass die Wirkung kirchlicher Ablässe auch für die armen Seelen im Fegfeuer gelte. S. 144
  2. Deshalb nahmen die Klöster Geld für Gebetsdienste, damit die Verstorbenen angeblich weniger lang im Fegfeuer schmoren müssen.
  3. Der Papst entschied auch, dass, wer nicht in der Lage sei, eine Romreise für den vollständigen Ablass anzutreten, einen ebenso vollständigen Ablass erlangt, wenn er lediglich 1/3 der Reisekosten an die päpstlichen Vertreter zahlt. Tausende taten dies. S. 347
  4. Papst Leo X. meinte, dass Arme dieses Segens nur schwer teilhaftig werden, denn sie haben kein Geld und müssten deshalb des Trostes entbehren. S. 538
  5. Ablässe werden auch heute, im 21. Jahrhundert (!), angeboten. Während des »Jubeljahres 2000« wurden beim Durchschreiten diverser Tore Ablässe gewährt.
  6. »Nach Recherchen Corvins sollen durch den Ablasshandel im Lauf der 600 Jahre seines Bestehens etwa 1 Milliarde Gulden nach Rom geflossen sein.« S. 348

Quelle Absatz 1: Herrmann Horst,
Kirchenfürsten, Hamburg 1992

Quelle Absatz 4: Deschner Karlheinz,
Opus Diaboli, Reinbek 1987

Quelle Absatz 3 und Absatz 6: Neuer Pfaffenspiegel,
Sünden der Kirche. Das Geschäft mit dem Glauben,
Pawlak-Verlag, Herrsching 1990

Ablass für Mord und Totschlag

Besonders abscheulich wird der Ablasshandel, wenn es der Kirche nicht nur um finanzielle Bereicherung geht, sondern Menschen zu Mord und Totschlag verführt werden, um angeblich schneller in den Himmel zu kommen …

  1. So versprach Martin Luther jedem Soldaten, der beim Krieg gegen aufständische Bauern einen Bauern ermordete, und selbst ums Leben kam, einen Platz im Himmel.
    (Man vergleiche Verheißungen an islamische Selbstmordattentäter)
  2. Papst Innozenz III. versprach jedem, der sich am Kreuzzug gegen die Albigenser beteiligte, zwei Jahre Ablass. So sammelte sich ein Heer von bis 200.000 Mann, um das Städtchen Béziers
    anzugreifen. Ohne Rücksicht auf Alter, Geschlecht und Religion wurden nahezu 20.000 Menschen niedergemetzelt. Selbst die Frauen und Kinder, die sich in die Kirche geflüchtet hatten, verschonten sie nicht. Anschließend wurde die Stadt niedergebrannt.
  3. Um genügend Krieger für die Kreuzzüge zu bekommen, lockte die Kirche mit rigorosen Ablässen. Für einen angeblichen Platz im Himmel wurden Zigtausende Menschen ermordet. Da fragt man sich, welcher Teufel als »Gott« möchte wohl Wesen mit einer derart blutigen »Eintrittskarte« um sich haben?

Quelle Absatz 1: Siehe auch unter externem Link.

Quelle Absatz 2: Seifert Petra,
Geheime Schriften mittelalterlicher Sekten.
Aus den Akten der Inquisition, Augsburg 1997

Blutgold durch Raubmord

Unzählige Menschen wurden bei der Eroberung Amerikas umgebracht –
vor allem des Goldes wegen.
Dieses Gold ist heute noch Teil der römisch-katholischen Kirche.

  • Mit dem ersten Gold aus der Süd-Amerika-Beute ließ Papst Alexander VI. die Decke von Santa Maria Maggiore in Rom verzieren und mit dem Symbol seiner Familie versehen.   S. 115
  • Ein nennenswerter Anteil des Blutgoldes und -silbers floss in kirchliche Schatzkammern, transformiert in stolze Kleinodien
    christlich-abendländischer Gold- und Silberschmiedekunst.
    S. 115
  • Signifikantes Beispiel ist eine fast drei Meter hohe Monstranz, die Kardinal Cisneros aus dem Gold, »das Kolumbus auf seinen Reisen fand«, fertigen ließ und der Kathedrale von Toledo
    stiftete.   S. 114
  • Festgelegt war der Hergang, nach dem die Missionierung der Heiden zum Katholizismus zu bewerkstelligen war. »Die Indianer, denen solche Gnade und Gunst widerfährt, sollten ihrerseits ihre Unterwürfigkeit und ihren guten Willen beweisen, indem sie eine große Menge Gold, Edelsteine, Silber und andere Dinge, die sie besitzen, Seiner Hoheit, dem König und dem Gouverneur freiwillig ausliefern, andernfalls könnten Gott, unser Herr und Ihre Hoheiten sehr ungnädig werden.«   S. 108
  • »Das junge Mädchen wurde ohne weiteres den Armen seiner Familie entrissen, um die Leidenschaft des brutalen Siegers zu befriedigen. Aber die Hauptleidenschaft des Spaniers war die Liebe zum Gold. Dafür schreckte er vor keiner Anstrengung zurück … und Menschenleben waren in den Augen der Eroberer der unbedeutendste Artikel.«   S. 109
  • »Im Jahr 1500 lebten in den heutigen Grenzen Mexikos 25 Millionen Indianer, hundert Jahre später nur noch eine Million.« 
  • Über die Einschmelzung peruanischer Goldschätze ist überliefert: »Dann dauert es einen vollen Monat, das wertvolle Geschirr einzuschmelzen, obwohl Goldschmiede des Landes Tag und Nacht daran arbeiten müssen.« Der Chronist beziffert den Goldwert nur dieser einen Aktion auf 1.326.539 Goldpesos.
    Dies entspricht heute etwa 450.000.000 Euro.   S. 111
  • Einer der Haushofmeister ließ eine Menge Indianer hängen, lebendig verbrennen, den Hunden vorwerfen, ihnen die Köpfe, Hände und Füße abhauen oder die Zunge herausreißen.   S. 112
  • »Selbst der vornehmste Bischof des Reichs sendete seine Diener in der Absicht mit, seinen Teil von der gemachten Beute in Empfang nehmen zu lassen.«   S. 113
  • Der Katholizismus hat auch in Südamerika die Sklaverei grundsätzlich anerkannt. Laie wie Priester praktizierten sie; Klerus und Klöster, oft selber Großgrundbesitzer, handelten mit Sklaven.   S. 113
  • Jesuiten und Franziskaner förderten Ehen zwischen Indianern und Schwarzen, um deren Nachkommenschaft als Leibeigene zu erklären.  S. 116
  • Während die einfache Bevölkerung, Generation um Generation, in Dreck und Elend verkam, wurde der Klerus nahezu allmächtig und immens reich, wie auch die übrigen Sklavenhalter und Herren, die zur Finanzierung von »Gotteshäusern« eingefangene Indios versteigerten …   S. 117
  • Wie der Chronist Bartolomé de Las Casas berichtet, wurden Millionen Indianer des Goldes wegen grausamst abgeschlachtet. Der Gouverneur von Yucatan tauschte Hunderte junger Mädchen, die er entführt hatte, gegen Wein, Öl oder eine Speckseite.
    S. 117
  • »Die christliche Kirche war noch versessener als die weltlichen Herrscher auf die Ausbeutung des neuen Landes.«   S. 120
    »1495 erließ Papst Alexander VI. die Bulle Intercaetra:
    »… dass man barbarische Völker unterwirft und dem echten Glauben zuführt.«   S. 120
  • »Der Papst überwachte … die Ausgabe von Jagdscheinen, die Europäern für Raub und Plünderung ausgestellt wurden.«   S. 121
  • Ein Inkafürst sagte: »Was den Papst betrifft, von dem ihr sprecht, so muss er wahnsinnig sein, wenn er daran denkt, Länder zu verschenken, die ihm nicht gehören …« Darauf rief ein Mönch: »Greift augenblicklich an! Ich gebe euch die Absolution.«
    S. 124.125
  • Der Chronist Bartolomé: »Ich sagte bereits, dass die Spanier blutgierige wilde Hunde halten, die darauf abgerichtet sind, die Indianer zu erwürgen und in Stücke zu zerreißen … Zur Verpflegung dieser Hunde führen sie auf ihren Märschen eine Menge Indianer bei sich, die in Ketten gehen und wie eine Horde Schweine einhergetrieben werden. Man schlachtet dieselben, und bietet Menschenfleisch öffentlich feil. Dann sagt einer zum anderen: Borge mir doch ein Viertel von diesem Schurken (Bellacos). Ich werde nächster Tage auch einen schlachten; dann gebe ich dir’s wieder.«
    S. 127
  • Einschüchterung und Terror wurden zur Grundlage erster Begegnungen mit den Eingeborenen. So wurde in jedem Dorf zunächst ein großes Blutbad (Matanza) angerichtet, damit sie beim Hören des Namens »Christi« zitterten wie vor wahrhaftigen Teufeln. Die Wege der Conquista waren deshalb von Leichen aufgehängter und gepfählter Indianer gesäumt, die Schrecken und Panik verbreiten sollten.   S. 124
  • »Die Missionare dachten natürlich gar nicht daran, die Conquista in Frage zu stellen … Das blutige Geschäft war die Voraussetzung für ihre Mission. Verschwindende Ausnahmen ausgenommen, forderten die Missionare Gewalt.«   S. 125
  • »Da nahm er (ein Gouverneur) ein Knäblein, welches er seiner Mutter entriss, hieb ihm mit seinem Dolche von Armen und Beinen ein Stück nach dem anderen herunter und gab jedem Hunde sein Teil davon. Als sie nun diese Stücke aufgefressen hatten, warf er das Körperchen auf die Erde, damit sie es zusammen verzehrten.« S. 128
  • Die Tempel der Indios wurden schnell durch Kirchen ersetzt. Allein in Mexiko 12.000. Sie zeugen von der Fähigkeit der Missionare, die Indianer ohne Lohn für sie arbeiten zu lassen. An all dieser Kirchenpracht kleben noch heute Tränen, Schweiß und Blut der Indios.  S. 130.131
  • Aus einer indianischen Chronik: »Die Menschen waren von Weisheit erfüllt. Sie kannten keine Sünde … Sie waren voll von Frömmigkeit. Es gab keine Erkrankung der Knochen, kein Fieber, keine Syphilis, kein Brust- und kein Bauchleiden, keine Magersucht. Die Körper waren rank und schlank. All das änderte sich, als die weißen Männer kamen.«
    S. 135
  • Von der gesamten indianischen Bevölkerung, die zur Zeit des Kolumbus den Erdteil bewohnte, fielen 90 % dem Völkermord zum Opfer.
  • »In besagten 12 Jahren und innerhalb der erwähnten 400 Meilen … ermordeten die Spanier vier Millionen Menschen, die sie entweder mit Schwert oder Lanze niederstießen oder lebendig verbrannten, gleichviel, ob Mann oder Weib, jung oder alt.«
    S. 107.108
  • Und heute? Viel von diesem Blutgold klebt noch an so mancher Kirchendecke und am Kirchenaltar, und aus Blutgold ist vielleicht noch manche Monstranz, so manch´ »Allerheiligstes« gegossen.
  • Auch das Blutgold hat die Kirche zu dem gemacht, was sie heute ist: unermesslich reich.
    Und bis heute ist das Gold nicht zurückgegeben worden!

Quelle Absätze S …: Von Othegraven Friedhelm,
Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986

Vatikan_Indianer_1

Um das letzte Gold heraus zu pressen,
wurden die Indianer grausam gefoltert.

Vatikan_monstranz_1

Aus dem Blutgold ließ der Kardinal eine
fast drei Meter hohe Monstranz, für die
Aufbewahrung der Hostie in der Kathedrale
von Toledo schaffen.

Vatikan_sevilla

»Wen überfällt nicht ein Schaudern, wenn er den mit 20 Tonnen Blattgold vergoldeten Altar der Kathedrale von Sevilla bestaunt und dabei an das in den Minen vergossene Blut der Indianer denkt.« S. 66 An eine Wiedergutmachung und ein Zurückgeben der Beute denkt die Kirche nicht.

Quelle Bild unten: Rosner Enrique, Missionare und Musketen,
500 Jahre lateinamerikanische Passion, Frankfurt am Main 1992

Vatikan_Indianer_2

Ein spanischer Katholik verfüttert Indianerkinder,
die der Mönch vorher noch schnell taufte,
an seine Hunde … S. 128

Quelle Bild unten: Von Othegraven Friedhelm,
Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986

Vatikan_Indianer_3

Sie hängen zur Ehre und Verherrlichung Jesu und
der zwölf Apostel in einzelnen Gruppen je dreizehn
Indianer auf, so dass die Füße das Scheiterholz
gerade berühren.

Mit dem Wegbrennen des Holzes zieht der Strang langsam zu.”

Vatikan Indianer_4

Der Kazike Hatuay (Bild) wollte nicht getauft werden,
um nicht Gefahr zu laufen, mit so grausamen Menschen
zusammen im (katholischen) Himmel sein zu müssen.

Vatikan_Indianer_5

Die Katholiken hackten und schnitten den Indianern
Nase und Hände ab und fütterten damit ihre Hunde.

Es war der »größte Völkermord aller Zeiten«.

Blutgeld durch Inquisition und Hexenbrennen

Eine der schändlichsten Arten des Vatikans, Blutgeld und Reichtum zu scheffeln,
war der Raubmord an Andersgläubigen.

  1. Die Inquisition war eine Raub- und Lynchjustiz im Namen des »rechten« Glaubens«.
  2. Kirchenfürsten haben immer wieder Blutgelder eingestrichen – so exzessiv, dass ein geflügeltes Wort sagte, das schnellste und leichteste Mittel, reich zu werden, sei das Hexenbrennen.
    S. 7
  3. Grundlage für die Folterung und Ermordung Zigtausender von Frauen in Europa war 1487 die Billigung des Hexenhammers durch den Papst. S. 193
  4. Das wahre Gesicht der Inquisition zeigen die Anordnungen von Papst Innozenz III. Er gebot, «das Eigentum der Ketzer zu konfiszieren, zu enteignen und Ketzerkinder zu enterben».
    S. 193
  5. Damit das Blutgeld schneller floss und um »belastende Geständnisse« zu bekommen, wurden die Opfer brutalst
    gefoltert.
  6. Aus dem Blutgeld konnte z. B. Papst Johannes XXII. im Jahre 1317 sechs neue Bistümer kaufen. S. 193
  7. Bereits im Jahre 380 bedrohte man Andersgläubige (Ketzer) mit Ausweisung, Verbannung und Konfiskation ihres Vermögens.
    S. 193
  8. Man sprach den Andersgläubigen das Recht ab, sich Christen zu nennen, Testamente zu machen oder zu erben, und hatte die Todesstrafe für alle “Abtrünnigen” bereit. S. 475
  9. Wurde jemand von der Inquisitionsbehörde beschuldigt und abgeholt, so kamen sofort die Beamten ins Haus und sein Besitz wurde inventarisiert. Seine Familie wurde – egal wie der Prozess später ausging – vor die Tür gesetzt und musste eventuell Hungers sterben. Es war sehr gefährlich, diesen Ausgesetzten zu helfen, da man dadurch selber in die Mühlen der Inquisition kommen konnte.
    S. 565
  10. Die Kirche bekam in Deutschland jeweils 1/3 des geraubten Geldes, Landes oder der Häuser etc. der Ermordeten. In anderen Fällen die Hälfte. Oft erhielt ein Drittel die Ortsbehörde, ein Drittel die Inquisitionsbehörde (damit sie am Laufen blieb) und ein Drittel der Bischof.
  11. Im Vatikanstaat fiel das gesamte geraubte Gut der ermordeten Andersgläubigen (Ketzer) an den Vatikan.
  12. Ab dem 14. Jahrhundert sackte der Vatikan auch in den anderen italienischen Gebieten 100 % des geraubten Gutes ein.
    S. 574
  13. Oft genug stritten Kirche und Staat um das Raubgut, bisweilen jahrzehntelang.
  14. Hätten nicht alle Beteiligten an der Inquisition, also am Raubmord an Andersgläubigen, gut verdient, wäre die Inquisition bald im Sande verlaufen. Denn viele Menschen, auch Fürsten, fühlten in ihrem Inneren, dass hier der Papst etwas Teuflisches angeordnet hatte. S. 597
  15. Papst Alexander III. befahl auf dem Konzil von Tours 1163 den
    Fürsten, Andersgläubige einzukerkern und ihr Eigentum zu konfiszieren. S. 562
  16. Sobald ein der Ketzerei Verdächtigter vorgeladen und verhaftet worden war, wurde sein Vermögen beschlagnahmt – bevor es überhaupt zu einem Prozess kam. Auch daran kann man das Wesen der Inquisition erkennen. S. 565
  17. Natürlich wurden vor allem reiche Andersgläubige (Ketzer) bevorzugt und ermordet. In Spanien reiche »Conversos«, also bekehrte Juden. Manchmal konnten sie sich für astronomische Summen für einige Zeit freikaufen. Als die reichen »Conversos« »ausgestorben« waren, weil man über Jahrhunderte Jagd auf sie gemacht hatte, war der Niedergang des kirchlich inszenierten Raubmordes nicht mehr aufzuhalten. S. 158
  18. Besonders pervers: Auch Verstorbene konnten nachträglich der Ketzerei beschuldigt werden. Dadurch konnte das Vermögen des Verstorbenen im Nachhinein bei den Erben eingezogen werden.
  19. So konnte man jeden unliebsamen Menschen ruinieren: über den Umweg seiner verstorbenen Eltern. Eine Verjährung kannte die katholische Kirche erst nach 100 Jahren.
  20. So stürzte man ganze Familien in unbeschreibliches Elend, indem man ihnen alles raubte.
  21. Eine Verjährung bei Lebenden gab es nicht. So konnte eine kritische Aussage eines Jünglings denselben noch als Greis auf den Scheiterhaufen bringen – je nachdem, wie reich er war …
  22. Besonders pervers und grausam: Jeden Handgriff bei den brutalen Foltern und auch das Essen der Folterknechte mussten das Opfer oder seine Angehörigen bezahlen. Es gab eine Preisliste für alle Foltern. Hier ein Beispiel aus Darmstadt:
  • Einen Lebenden zu vierteilen 15 kr.
  • Den Scheiterhaufen aufrichten, Die Asche des Verbrannten in fließendes Wasser werfen 30 kr.
  • Eine Hexe lebend verbrennen 14 kr.
  • Eine Person mit dem Schwert töten 10 kr.
  • Einen Menschen henken 18 kr.
  • Einen Körper ziehen 5 kr.
  • Ohren und Nase abschneiden 5 kr.
  • In den Bock spannen 8 kr.
  • Ein Streich mit der Spitzrute 1 kr
  • Für Schnüre zum Bockspannen Aufziehen und die Gewichte anhängen, die Beinschrauben anlegen 30 kr.
  • Des Ortes verweisen 1 kr.
  1. Das durch Raubmord vorwiegend Frauen gestohlene Geld und Gut kam direkt oder auf Umwegen der Kirche zugute. Mittel aus
    Hexen-Raubmord wurden verwendet z. B. beim neuen Schlossbau der Mainzer Erzbischöfe oder für die Kirchen in Goßmannsdorf und Gerbrunn. S. 136
  2. Auch Schloss Johannisburg in Aschaffenburg wurde durch Blutgeld erbaut.
  3. Nicht vergessen: Dieses durch Raubmord erbeutete Blutgeld ist auch heute noch Teil des – durch Zins und Zinseszins zu Milliarden angewachsenen – Vermögens der Kirchen.

Quelle Absatz: 2, Herrmann Horst,
Die Kirche und unser Geld, Hamburg 1990

Quelle Absatz: 3, 4, 6, 7, Rahn O.,
Kreuzzug gegen den Gral, Engerda 1995

Quelle Absatz: 8, Deschner Karlheinz,
Und abermals krähte der Hahn, Reinbek 1972

Quelle Absatz: 9, 12, 14, 15, 16, Lea Henry Charles,
Geschichte der Inquisition, Bd. 1, Aalen 1980

Quelle Absatz: 17, Kamen Henry,
Die Spanische Inquisition, München 1965

Quelle Absatz: 22, Folter-Museum Rüdesheim

Quelle Absatz: 23, Döbler Hannsferdinand,
Hexenwahn, München 1977

Vatikan_folter2

Das Vermögen der Ermordeten wurde eingezogen.
Heute würde man sagen: Raubmord.

Vatikan_wasserfolter

Der Papst hat die Inquisition befohlen und gezielte
Foltermethoden gebilligt (Hexenhammer).

Vatikan_walsebsgross

Der katholische Mönch kann zufrieden sein.
Gerade wurden die letzten Katharer verbrannt.
Die Besitztümer wurden eingezogen.

Vatikan_julius

Vatikan_aschenbrenner

(Bilder: Zwei Würzburger Hexenbrenner: Julius Echter und Johann Gottfried von Aschhausen mit Denkmälern im Würzburger Dom)

Der vor allem in Europa und Amerika verbreitete Katholizismus vertritt eine sehr abstruse Glaubensrichtung. Die Massenmörder, die Hunderte Frauen, Männer, Greise und Kinder in einen grausamen Tod geschickt haben, bekommen Denkmäler über Denkmäler und man benennt Brunnen und Straßen nach ihnen.

Aber für die Opfer findet man nicht einmal eine Gedenk-Tafel.

Im Denken dürfte sich da noch nicht allzu viel geändert haben.

Superreich durch Fälschungen

Um den kirchlichen Grundbesitz zu vermehren,
fälschten Mönche und andere Kirchenleute Urkunden.

  1. Um den kirchlichen Grundbesitz zu vermehren, fälschten Mönche und andere Kirchenleute nicht selten Urkunden.
  2. Wollte ein Bischof oder ein Abt seinen Grundbesitz vergrößern, ließ er oft eine Fälschung erstellen, die dann im Archiv »gefunden« wurde und bewies, dass dieser oder jener Fürst aus früherer Zeit den betreffenden Landstrich bereits dem Kloster vermacht hatte. Was wollten die einfachen Bauern dagegen tun, die oft des Schreibens und Lesens unkundig waren?
  3. Es gab Mönche, die das Fälscherhandwerk gelernt hatten und die das Land von Kloster zu Kloster durchzogen, um ihr Handwerk auszuüben.
  4. Auf dem Sterbelager bekannte z. B. der Mönch Gueron, dass er ganz Frankreich durchzogen habe, um für Klöster und Kirchen falsche Dokumente zu erstellen. S. 83
  5. In Süddeutschland übernahm das Benediktinerkloster Reichenau am Bodensee diese kriminelle Arbeit. S. 23
  6. Den absoluten Gipfel der Kriminalität maßte sich
    Papst Stephan II. (+ 757) an, indem er behauptete, Konstantin habe ihm das ganze Abendland geschenkt. Nicht wenige, die diese »Konstantinische Schenkung« für eine Fälschung hielten, mussten ihre Aussage mit dem Tode bezahlen, so z. B. Johannes Dränsdorf in Heidelberg noch im Jahre 1425 und der Waldenser-Führer Friedrich Reiser in Straßburg 1458. S. 51
  7. Der Konstantinischen Schenkung wurde folgendes Märchen zugrunde gelegt: Der Christenverfolger Konstantin war demnach durch Papst Silvester I. vom Aussatz geheilt, bekehrt und getauft worden und hatte zum Dank dem Papst nicht nur den Lateran, sondern alle Provinzen Italiens und der westlichen Lande zum Geschenk gemacht.
  8. Nachdem bereits im 12. Jahrhundert die Anhänger Arnolds von Brescia den Betrug erkannt hatten, deckte ihn endgültig 1440 der päpstliche Sekretär und Humanist Laurentius Valla in einer Schrift auf. Die römisch-katholische Geschichtsschreibung, so Deschner, gab die Fälschung erst seit dem 19. Jahrhundert zu. S. 106
  9. Noch immer sind die Kirchen der größte private Grundbesitzer in Deutschland wie auch in vielen anderen Staaten. Wie viel dieses Grundbesitzes ist mit dem Geld ehrlicher Arbeit gekauft und bezahlt worden? Und wie viel ist gestohlen, ergaunert und geraubt worden?

Quelle Absatz: 4, Seifert Petra,
Geheime Schriften mittelalterlicher Sekten.
Aus den Akten der Inquisition, Augsburg 1997

Quelle Absatz: 5, Kammeier Wilhelm,
Die Fälschung der deutschen Geschichte, Wobbenbüll 1979

Quelle Absatz: 6, Herrmann Horst, Kirchenfürsten, Hamburg 1992

Quelle Absatz: 8, Von Othegraven Friedhelm,
Litanei des Weißen Mannes, Struckum 1986

Vatikan_urkunde

Ein großer Teil der mittelalterlichen Urkunden ist gefälscht.

Superreich durch Erbschleicherei

Ein Hauptfaktor für das Anwachsen des kirchlichen Grundbesitzes seit der Antike, besonders aber im Mittelalter, waren Erbschaften.

  1. Bereits im 4. Jahrhundert war die Erbschleicherei durch den damaligen Papst Damasus so schlimm, dass der Kaiser eingreifen musste. S. 496
  2. Um nicht in den Verdacht der Ketzerei zu gelangen, hinterließ jeder Grundbesitzer oder Pächter bei seinem Tode einen Teil der Kirche. Denn auch ein Toter konnte noch der Ketzerei angeklagt werden, um den Nachkommen das ganze Erbe zu rauben. Zudem bekam ein der Ketzerei Verdächtigter unter Umständen keinen Begräbnisplatz in geweihter Erde. Unter diesem moralischen Druck wuchsen die Ländereien der Kirche an. S. 454
  3. Papst Alexander III. verfügte bereits 1170, dass kein Testament gültig sei, das nicht in Gegenwart eines Priesters gemacht worden war.
    S. 454
  4. Jeder weltliche Notar, der ein Testament aufstellte, ohne diese Vorschrift des Papstes zu beachten, wurde mit dem Kirchenbann bestraft. S. 454
  5. Die Kirche beanspruchte für sich das alleinige Recht, ein Testament gerichtlich zu bestätigen. S. 454
  6. Testamentarische Erbschaften an die Kirche galten laut Kirche als verlässliches Hilfsmittel, um die Leidenszeit im Fegefeuer zu verkürzen. So machte die Angst vor ewigen Höllenstrafen nicht nur krank, sondern sie brachte der Kirche einen schönen Batzen Geld ein. Bis heute. S. 454
  7. Die christliche Ethik der Wiedergutmachung wurde so ausgelegt, dass wuchernden Kaufleuten gesagt wurde, die einzige Möglichkeit, das Heil zu erlangen, sei die vollständige Rückzahlung ihres Gewinns. Die Rückzahlung folgte in der Regel jedoch nicht an die
    Geschädigten. Stattdessen wurden in vielen Fällen kirchliche Stiftungen ins Leben gerufen. S. 504
  8. Unverhohlen predigte der Kirchenvater Salvian im 5. Jahrhundert: »Wer sein Vermögen seinen Kindern hinterlässt, statt der Kirche, handelt gegen den Willen Gottes und gegen seinen Vorteil. Während er für die irdische Wohlfahrt seiner Kinder Sorge trägt, betrügt er sich um seine eigene Wohlfahrt im Himmel.« S. 504
  9. Der »heilige« Basilius formulierte es so: »Vorsorge für die Kinder ist nur ein Vorwand der Habsüchtigen.« S. 505
  10. Erbschleicherei durch Priester ist bis in die heutigen Tage bekannt. Vor allem ältere Menschen sind davon betroffen. Alleinstehende ältere Menschen in Altenheimen sind dem Trost der Priester besonders zugänglich …
  11. 1993 wurde ein Fall eines Professors bekannt, der seinem Neffen laut seinem Testament 1,5 Millionen Mark vermachte. Das Testament wurde jedoch vom Priesterseminar Zaitskofen angefochten. Die katholischen Priester argumentierten, der Professor sei nicht bei Trost gewesen, als er das Testament
    zu Ungunsten der Kirche änderte. Dem konnte das Gericht nicht folgen. Die Gerichtskosten von 100.000 DM für den dreieinhalbjährigen Prozess muss das katholische
    Priesterseminar bezahlen.

Quelle Absatz: 1, 8, 9, Deschner Karlheinz,
Kriminalgeschichte des Christentums, Bd. 3, Reinbek 1990

Quelle Absatz: 2, 3, 4, 5, 6, Durant Will,
Kulturgeschichte der Menschheit, Band 6, München 1978

Quelle Absatz: 11, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 30.09.2002

Superreich durch
den Zehnt

Eine große Rolle bei den Einnahmen der Kirche spielte auch der Zehnt.

  1. Im Mittelalter waren alle Grundbesitzer verpflichtet, ein Zehntel ihrer Gesamterzeugung oder ihres Einkommens an die Ortskirche abzuführen. S. 454
  2. Wer den Zehnten nicht oder unrichtig zahlte, riskierte Verdammnis
    und Exkommunikation durch die Priester. S. 454
  3. So zogen die Geistlichen »bewaffnet und unnachsichtig
    Schulden ein«, während sie scheinheilig gegen Wucher
    und Zinsen predigten. S. 498
  4. Der heilig gesprochene Papst Pius V. (1566-1572) gab seinen Eintreibern die Anweisung:
    »Ein gemeiner Mann, der seine Geldstrafe nicht bezahlen kann, soll beim ersten Mal mit auf den Rücken gefesselten Händen einen Tag lang vor der Kirchentür stehen. Beim zweiten Mal durch die Straße gegeißelt werden. Beim dritten Mal wird man ihm die Zunge durchbohren und ihn auf die Galeeren schicken.« S. 18
  5. Verweigerung des Zehnten führte bei den Stedinger Bauern zu Massenmord und Plünderung durch die Kirche mit ihren verbündeten Rittern.
    Die Bauern weigerten sich, dem Erzbischof von Bremen den Zehnt zu zahlen. Gegen sie wurde im Jahre 1229 das furchtbare Instrument der Inquisition in Gang gesetzt.
    Papst Gregor IX. ließ seine Dominikaner den Kreuzzug gegen die Stedinger Bauern predigen. S. 90
    Im Winter 1229/30 rückte Erzbischof Gebhard II. von Bremen zusammen mit seinem Bruder und anderen Adeligen und ihren Rittern ins Feld gegen die Bauern. S. 90
    Zunächst gewannen die Bauern, aber fünf Jahre später, am 27. März 1234, wurden sie von einem Heer im Dienste der Kirche massakriert. S. 91

Quelle Absatz: 1, 2, Durant Will,
Kulturgeschichte der Menschheit, Band 6, München 1978

Quelle Absatz: 3, Neuer Pfaffenspiegel,
Sünden der Kirche. Das Geschäft mit dem Glauben, Pawlak-Verlag, Herrsching 1990

Quelle Absatz: 4, Herrmann Horst, Kirchenfürsten, Hamburg 1992

Quelle Absatz: 5, Rill Bernd,
Die Inquisition und ihre Ketzer, Puchheim 1982

Vatikan_Zehnt

Superreich durch Simonie

Der Ämterverkauf (Simonie) brachte dem Papst viel Geld und Besitztümer ein.

  1. Jesus kannte keine Ämter. Er stand auf gegen die Theologie und gegen das damalige Priester- und Pfarrertum. Deshalb setzte er auch keine Amtsinhaber ein. Die katholische Kirche machte das das ein wenig anders …
  2. Papst Innozenz III. schuf gleich nach seinem Amtsantritt 52 neue Sekretariatsstellen, die er für 79.000,- Goldgulden verkaufte. S. 342
  3. Päpste erklärten oft die verkauften Ämter ihrer Vorgänger als vakant, um sie neu verkaufen zu können. S. 342
  4. Papst Leo X. hatte 39 neue Kardinalsämter geschaffen und strich dafür 511.000,- Dukaten ein. Der Preis für einen Kardinalshut lag damals bei 10.000,- bis 30.000,- Golddukaten pro Exemplar.
  5. Selbst das Amt des Papstes war käuflich und ging an den Meistbietenden. Als 1492 Papst Innozenz VIII. starb, galt Kardinal della Rovere als der große Favorit. Er verfügte über 1.000.000 Golddukaten von der Republik Genua und weitere 200.000 vom König von Frankreich, um seinem Anspruch den nötigen Nachdruck zu verleihen. S.191
  6. Sein Konkurrent Rodrigo Borgia war unter vier Päpsten Vizekanzler des Heiligen Stuhls. «Die von ihm gebotenen Bestechungsgelder waren atemberaubend. Er verschenkte reiche Abteien, luxuriöse Villen und ganze Städte, um sich die Stimme eines Kardinals zu sichern.« S.191
  7. «Während des fünftägigen Konklaves im August 1492 operierte er mit Versprechungen auf profitable Beförderungen und unverhohlenen Bestechungen, um die Wahl für sich zu entscheiden. Manche Kardinäle wollten Paläste, andere Burgen, Land oder Geld.
  • Kardinal Orsini verkaufte seine Stimme für die Burgen Monticelli und Sariani.
  • Kardinal Ascanio Sforza wollte vier Maultierladungen Silber – und das lukrative Kanzleramt der Kirche, um seine Zustimmung zu garantieren.
  • Kardinal Colonna bekam die reiche Abtei St. Benedikt mitsamt allen dazugehörigen Domänen und Patronatsrechte für sich und seine Familie auf ewige Zeiten.
  • Der Kardinal von St. Angelo wollte das Bistum Porto, die dortige Burg und einen Keller voll Wein.
  • Kardinal Savelli erhielt die Civita Castellana.
  • Rodrigo fehlte immer noch eine Stimme zum Sieg. Die ausschlaggebende Stimme gehörte einem venezianischen Mönch. Er wollte lediglich 5.000 Kronen und eine Nacht mit Rodrigos Tochter, der reizenden zwölfjährigen Lucrezia. Das Geschäft wurde besiegelt, und mit den Stimmen von zweiundzwanzig Kardinälen in der Tasche wurde Rodrigo Borgia zu Papst Alexander VI. gekürt.« 19) S. 191-192

Quelle Absatz: 2, 3, Neuer Pfaffenspiegel,
Sünden der Kirche. Das Geschäft mit dem Glauben, Pawlak-Verlag, Herrsching 1990

Quelle Absatz: 5, 6, Cawthorne Nigel,
Das Sexleben der Päpste – Die Skandalchronik des Vatikans, Köln 1999

Superreich durch Mord

Vatikan_buch

Päpste schreckten auch vor Mord nicht zurück, wenn es um ihre finanziellen oder machtpolitischen Vorteile ging. Glaubt man einigen Priestern, die mit einem Buch anonym an die Öffentlichkeit gingen, so geschehen heute noch mysteriöse Todesfälle im Vatikan.

  1. Der Historiker Thomas Tomasi schrieb dazu: »Es wäre nicht möglich, all die Morde, die Vergewaltigungen und die Fälle von Blutschande aufzuzählen, die jeden Tag am Hof des Papstes begangen wurden. Das Leben eines Menschen ist nicht lang genug, um sich die Namen aller ermordeten, vergifteten oder bei lebendigem Leibe in den Tiber geworfenen Opfer zu merken.« S. 214
  2. Mord war ein hübscher Nebenverdienst für Papst Alexander VI. Der permanenten Bedrohung seines Bruders überdrüssig, der sich im Vatikan als Flüchtling aufhielt, schickte der osmanische Sultan Bajasid II. Papst Alexander VI. 40.000 Golddukaten, für die er Dschem ermorden solle. Doch so billig war die Hilfe des Papstes nicht zu haben. Er wartete ab. Weitere 200.000 Dukaten legte der Sultan nach. Dann ließ Papst Alexander VI. Dschem vergiften.
    S. 195.196
  3. Der Ämterverkauf war eine gute Einnahmequelle. Um jedoch die Einnahmen nicht versiegen zu lassen, «sorgte Papst Alexander dafür, dass die Kardinäle bald vergiftet wurden, die er zuvor ernannt hatte. So konnte er nicht nur ihren Kardinalshut erneut verkaufen, sondern auch alle ihre Besitztümer einstreichen, die auf die Kirche übergingen – soll heißen auf Papst Alexander«. S. 195
  4. In seinem Bestseller Die Heilige Mafia des Papstes erwähnt Robert Hutchison eine Reihe mysteriöser Todesfälle, die alle in geschäftlichem oder persönlichem Zusammenhang mit dem Vatikan oder einer ihr nahe stehenden Gruppe stehen sollen: Er bezieht seine Behauptungen auf folgende Todesfälle:
  • 1975: Der französische Senator Prinz Jean de Broglie
  • 1977: Charles Bouchard, Geschäftsführer der
    Genfer Leclerc-Bank
  • 1978: Pater Giuliano Ferrari
  • 1978: Der orthodoxe Patriarch Nikodim
  • 1978: Papst Johannes Paul I.
  • 1978: Wenig später Kardinalstaatssekretär Villot
  • 1979: Kardinal Vagnozzi, Chef der vatikanischen Präfektur für Wirtschaftsangelegenheiten
  • 1981: Francesco Cosentino, P2-Loge
  • 1982: Der Mailänder Bankier Roberto Calvi
  • 1982: Der Antiquar Sergio Vaccari
  • 1982: Der Autor Giorgio Di Nunzio
  • 1982: Kardinal Benelli aus Florenz
  • 1985: Der ehemalige spanische Außenminister
    Gregorio López-Bravo
  • 1985: Bankier Ricardo Tejero
  • 1986: Der Reeder José Maria Aristrain
  • 1986: Der Mafioso Michele Sindona
  • 1986: Ein missglückter Mordanschlag auf den spanischen Unternehmer Ruiz-Mateos
  • 1986: Der spanische Verfassungsrichter Manuel García-Pelayo
  • 1994: Der salvadorianische Erzbischof Rivera Damas
  • 1998: Der Leiter der Filiale der Vatikanbank in Neapel,
    Aldo Palumbo
  1. Der Geistliche Giuliano Ferrari wurde in einem leeren Abteil des Schnellzuges Genf-Paris tot aufgefunden. Er starb angeblich an »schwerem Herzinfarkt«. Bereits 1969 hatte man versucht, ihn mit Hilfe von Glykosid Digitalis langsam zu vergiften. Diese Droge verursacht Herzversagen. Ferrari nannte die römische Kirche »das größte und schmutzigste Geschäftsunternehmen der Welt«.
    Deschner spekuliert, ob er nicht Opfer des Vatikanismus wurde. Nach Ansicht Ferraris waren die lateinamerikanischen Priester Camillo Torres und Oscar Romero Opfer des Vatikans. Ferrari sagte kurz vor seinem Tod: »Das jüngste Verbrechen des Vatikans war die Ermordung meines Freundes, des Erzbischofs Oscar Romero in San Salvador.« S. 178
  2. Am Morgen des 18. Juni 1982 wurde der Mailänder Bankier Roberto Calvi unter der »Brücke der Barmherzigen Brüder« in London erhängt aufgefunden, seine Füße hingen in die Themse. Er war Mitwisser und Beteiligter eines großen Finanzskandals, der vom Vatikan ausgelöst wurde. Seiner Tochter sagte er kurz vor seinem Tode:
    »Die Priester werden mein Ende sein.« S. 276
  3. Seine Frau, Clara Calvi, sagte in einem Interview: »Es waren mit Sicherheit die Priester des Vatikans. Das hatte uns Roberto schon vorher gesagt. Jemanden umzubringen ist für sie keine Sünde, so sagten sie es ihm. Sie würden ja nur eine Seele aus dem Körper befreien.«
  4. Dem früheren Finanzberater des Vatikans, Leopold Ledl, sagte Calvi Tage vor seinem Tode auf seiner Flucht nach London: »Marcinkus will meinen Kopf.« (Gemeint war Kardinal Marcinkus.) S. 276
  5. Am Montag, dem 4. Mai 1998 wurden im Vatikan drei Menschen ermordet. Die offizielle Fassung: Der Schweizergardist Cédric Tornay habe den Oberstleutnant Estermann und seine Ehefrau Gladys Meza Romero erschossen, um sich darauf selbst zu richten. Eine Gruppe von Angehörigen des Vatikans, Geistliche und Laien, die anonym bleiben wollen, sehen das anders. Sie schrieben in Italien ein Buch zu diesem Thema mit dem Titel: »Blutlügen im Vatikan«. In Deutschland erschien das Buch mit dem Titel: Ihr habt getötet.
  6. In ihrem Buch legen sie ihre Überlegungen dar, wie es zu den Morden gekommen sein könnte, wer Nutznießer war, und sie zählen die vielen Unstimmigkeiten auf bis zum gefälschten Abschiedsbrief des angeblichen Mörders.
  7. Die Mutter Cédrics behauptet, es gäbe jemanden im Vatikan, der die Wahrheit aufklären könnte, doch dieser jemand sei plötzlich spurlos verschwunden.
  8. Sie hat Angst, denn Abgeordnete aus dem Vatikan sind bis zu ihr in die Schweiz gereist, um sie unter Druck zu setzen und zum Schweigen aufzufordern. S.110
  9. Nach Angaben dieser anonymen Mitarbeitergruppe des Vatikans, die sich »Jünger der Wahrheit« nennt, soll im Vatikan ein »blutiger Erbfolgekrieg« toben zwischen dem sich rivalisierenden Ableger der berüchtigten Freimaurerloge P2« und einer erzkonservativen international agierenden Gruppe. S.117
  10. Die »Jünger der Wahrheit« aus dem Vatikan schreiben, dass in einem zähen Ringen sich Clans der Freimaurer und dieser internationalen Gruppe »die gigantische (politische, ökonomische und logistische) Machtfülle des Vatikans untereinander aufteilen, wobei der Papst nur als klerikales Aushängeschild dient.« S.117
  11. Zum Tode von Johannes Paul I. (Albino Luciani) sagen sie, er wollte mit dubiosen Finanzgeschäften, übertriebenem Prunk und Korruption innerhalb der Amtskirche aufräumen. »Doch sein Pontifikat war auffallend kurz (33 Tage), die Todesumstände mysteriös, und Albino Lucianis Leiche wurde so schnell einbalsamiert, dass eine Obduktion nicht mehr möglich war …«

Quelle Absatz: 1, 2, 3, Cawthorne Nigel,
Das Sexleben der Päpste – Die Skandalchronik des Vatikans,
Köln 1999

Quelle Absatz: 4, Hutchison Robert, Die Heilige Mafia des Papstes, München 1998

Quelle Absatz: 5, Ojetti Paolo in L’ Europeo Nr. 1/1977

Quelle Absatz: 6, Lo Bello Nino, Vatikan im Zwielicht, Düsseldorf 1983

Quelle Absatz: 7, Im Namen des Papstes – Mysteriöse Verbrechen:
Die Spur führt in den Vatikan (ARD, 8.12.1991)

Quelle Absatz: 8, Ledl Leopold, Im Auftrag des Vatikans, Wien 1989

Quelle Absatz: 9, 12, 13, 14, 15, Discepoli di Verità,
Ihr habt getötet – Der Machtkampf der Logen im Vatikan,
Berlin 2003

Superreich durch Nebeneinnahmen

Die Päpste fanden immer wieder Wege, ihr Vermögen und das der Kirche zu vergrößern.

  1. Papst Alexander VI. ließ Mörder einfach laufen – gegen eine kleine Gebühr selbstverständlich. Er bemerkte: »Der Herr will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er zahlt und lebt.« Bei durchschnittlich ca. 14 Ermordeten pro Tag in Rom damals ein einträgliches Geschäft.
    S. 195
  2. Der gleiche Papst erlaubt einem Adeligen, mit seiner Schwester Blutschande zu begehen – gegen eine Gebühr von 24.000 Goldstücken. S. 195
  3. Peter Mendoza, Kardinal von Valencia, erkaufte sich beim Papst die Genehmigung, seinen Liebesknaben »leiblichen Sohn« nennen zu dürfen. S. 195
  4. Nigel Cawthorne schreibt in seiner Skandalchronik des Vatikans über Papst Bonifatius IX.: Er «war ein Mörder, der durch Ämterverkauf (Simonie) die leeren päpstlichen Kassen füllte. Außerdem betrieb er Ablasshandel und erhob Gebühren für die Kanonisierung Heiliger oder die Ausstellung von Echtheitsurkunden für ´neu entdeckte` Reliquien, wie zum Beispiel die Vorhaut Christi.« S. 195
  5. Auch an den Kreuzzügen verdienten die Klöster gut, denn sie nahmen die Ländereien der Kreuzfahrer als Pfand, die beim Tode derselben an sie fielen … S. 455

Quelle Absatz: 1, 2, 3, 4, Cawthorne Nigel,
Das Sexleben der Päpste – Die Skandalchronik des Vatikans,
Köln 1999

Quelle Absatz: 5, Durant Will, Kulturgeschichte der Menschheit, Band 6, München 1978

Superreich durch Prostitution

Es gab Päpste und Bischöfe, die sich durch Prostitution bereicherten und dafür eigene Bordelle betrieben.

  1. Um einen Krieg gegen die Türken zu finanzieren, baute Papst Sixtus IV. (1471-1484) in Rom ein vornehmes Bordell für
    beide Geschlechter. Seine Kurtisanen sollen ihm jede Woche einen »Julio« aus Gold bezahlt haben, was jährliche Einnahmen von
    26.000 Dukaten ergaben. S. 172
  2. Zu Zeiten des Papstes Klemens VI. (1342-1352) waren die Prostituierten so zahlreich, dass Papst Klemens ihnen eine Steuer auferlegte. Der Historiker Joseph McCabe stöberte gar eine Urkunde auf, aus der hervorgeht, dass päpstliche Beamte »ein schönes,
    neues, ansehnliches Bordell« von der Witwe eines Arztes kauften.
    Die Urkunde verzeichnet fromm, der Ankauf sei
    »im Namen Unseres Herrn Jesus Christus« erfolgt. S.137
  3. In Deutschland hatte sich eine neue Form der Tempelprostitution entwickelt. Im Straßburger Münster trieben sich Prostituierte herum. Was man dazu wissen sollte: Der Bischof von Straßburg leitete ein Bordell. S. 118
  4. Der Dekan des Würzburger Doms soll den gesetzlichen Anspruch besessen haben, jedes Jahr aus jedem Dorf der Diözese ein Pferd, eine Mahlzeit und ein junges Mädchen zu erhalten. S. 118
  5. Eine direktere Form der Tempelprostitution wurde im dreizehnten Jahrhundert in Rom wiedereingeführt. Alle ortsansässigen Huren wurden zusammengetrieben und in der unterirdischen Kapelle der Kirche Santa Maria an die Arbeit geschickt, umgeben von einigen der heiligsten Gegenstände der Christenheit.
  6. Papst Julius II. verfügte am 2. Juli 1510 in einer päpstlichen Bulle die Einrichtung eines Bordells, in dem junge Frauen ihrem Gewerbe nachgehen durften.
  7. Die nachfolgenden Päpste Leo X. und Klemens VII. duldeten dieses Etablissement ebenfalls unter der Bedingung, dass ein Viertel der gesamten Habe der dort arbeitenden Frauen nach ihrem Tod in den Besitz der Nonnen von Sainte-Marie-Madeleine übergeht. S. 236

Quelle Absatz: 1, 2, 3, 4, 7, Bild unten, Cawthorne Nigel,
Das Sexleben der Päpste – Die Skandalchronik des Vatikans,
Köln 1999

Vatikan_Prostition

»Vielweiberei, Sodomie und Inzest waren noch die
harmlosen Laster von Päpsten …«

Superreich durch Subventionen des Staates

In Deutschland liegt die Kirche mit dem Staat in einem Bett, obwohl es das Grundgesetz anders vorschreibt.

Die Folgen: Der Staat nimmt dem Bürger das Geld – der reichen Kirche wird es vorne und hinten rein gesteckt!

Über 14 Milliarden
jedes Jahr!

  • Entweder sind die Politiker derart umnachtet, dass sie es nicht merken, oder sie sind der Kirche hörig und haben Angst.
  • Man hat das Gefühl, die Kirchen haben die Politiker längst in die Tasche gesteckt und können fordern, was sie wollen – die Politiker zahlen es buckelnd, dankbar und freiwillig nach dem Motto:
    »Halt du sie dumm – ich halt sie arm …«
  • Seit Jahr und Tag benützt die Kirche den Staat und somit das Volk als »Melkkuh«.
  • Sie lässt sich vom Staat vieles zahlen:
    • Gehälter von Bischöfen, Kardinälen, Erzbischöfen und Weihbischöfen
    • Gehälter von Kanonikern und Oberkirchenräten
    • Gehälter von Domvikaren und Mesnern
    • Gehälter von bischöflichen Sekretären
    • Gehälter von Militärbischöfen und -pfarrern
    • Reparatur und Erhalt zahlreicher Kirchen und kirchlicher Gebäude
    • Ausbildung der Priester und Theologen
    • Konfessionellen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen
    • Abermillionen für Forderungen aus der Zeit vor Napoleon (!),
      die meist von den verarmten Kommunen bezahlt werden müssen.(Kein schlechter Witz)
    • Sogar der Weihrauch, der Messwein und die Messgewänder u. v. m. werden bei der Militärseelsorge vom Staat bezahlt.
  • Vom Volksgeld finanzieren sie auch die meisten Kosten ihrer Einrichtungen (ca. 90 %, ca. 50 Milliarden Euro jährlich). Sie greifen wenig in die eigene Tasche (trotz 500 Milliarden Euro Vermögen). Dennoch haben sie dort das Sagen: Wer einen Geschiedenen heiratet, dem droht in einer katholischen Einrichtung die Kündigung etc.
  • Der Clou: Auch Moslems, Atheisten und aus der Kirche Ausgetretene müssen Gehälter von katholischen Bischöfen zahlen, da das Geld aus dem allgemeinen Steuertopf genommen wird (also nicht von den Kirchensteuern, wie manch einer glaubt).
  • Baut eine örtliche Kirchengemeinde einen neuen Kindergarten, so bezahlt sie z.B. nur 1/3 der Kosten, 2/3 zahlt der Staat. Die Kirche wird jedoch alleiniger Eigentümer. (Oft wird das Grundstück gar geschenkt.) So wächst der Grund- und Immobilienbesitz der Kirche kontinuierlich.
  • Dies alles und noch vieles mehr ist »das Geheimnis des Staates und der Kirche.«
  • In der Summe von ca. 15,1 Milliarden Euro ist die weit gehende Staatsfinanzierung der kirchlichen Sozialeinrichtungen noch gar nicht enthalten: Für Caritas und innere Mission gibt es noch einmal ca. 50 Milliarden Euro extra Subventionen vom Staat. Die Kirchen selbst verwenden für öffentlich-soziale Zwecke nur ca. 8 % der ca. neun Milliarden Euro Kirchensteuer jährlich. Sie greifen nicht gern in die eigene Tasche, solange die Melkkuh, der Staat, sich melken lässt. So werden die blutigen Kirchenfundamente mit immer neuen Geldströmen aus der Staatskasse übergossen.
  • Wann wachen die Politiker auf?
  • Wozu braucht das Land Eminenzen? Wann endlich wird der Staat frei und die Kirchen und ihre Anhänger zahlen ihre
    »Hochwürdigsten Herren« und ihren Kult selber?

Es ist das einzige außenpolitische Abkommen aus der Nazi-Zeit, das heute noch gültig ist: das Reichskonkordat. Der Vertrag, den der Vatikan und das Hitler-Regime am 20. Juli 1933 schlossen, schrieb die Beziehungen zwischen Staat und Kirche fest. Inhaltlich war das beileibe kein Pakt mit dem Teufel – doch natürlich wertete das Abkommen mit dem Heiligen Stuhl die Diktatur der Nationalsozialisten innenpolitisch wie international auf.

Die Spanne des Vereinbarten reicht von der Kirchensteuer über die Militärseelsorge bis zum Religionsunterricht und sorgt immer wieder für Auseinandersetzungen. Etliche Regelungen wurden inzwischen durch Landesgesetze ersetzt, teilweise auch infrage gestellt. Dennoch will niemand an dem Vertrag rütteln. „Weder Kirche noch Staat haben Interesse daran, eine solche Debatte loszutreten“, glaubt der Potsdamer Historiker Thomas Brechenmacher.

Nationalsozialismus und KircheHistoriker verteidigt Reichskonkordat

Special

Grundsätzliches und Details

Die 34 Artikel sind ein Sammelsurium aus Grundsätzlichem und Details. Manifestiert wird die „Freiheit des Bekenntnisses“ und das Recht der katholischen Kirche, „ihre Angelegenheiten selbstständig zu ordnen und zu verwalten“. Der Bestand theologischer Fakultäten, Bekenntnisschulen, Orden und Stiftungen wird garantiert. Gefordert wird aber auch ein Treueeid der Bischöfe gegenüber dem Reichspräsidenten und ein sonntägliches „Gebet für das Wohlergehen des Deutschen Reiches und Volkes“.

Interesse der Kirche

Ausgangspunkt für die Verhandlungen waren die politischen Umbrüche des Ersten Weltkrieges. Die katholische Kirche versuchte in mehreren Ländern, ihr Verhältnis zum Staat vertraglich zu regeln. Als Menetekel stand die Situation in der Sowjetunion vor Augen: Dort setzte nach dem Abbruch der Kontakte 1925 die Verfolgung von Priestern durch die Kommunisten ein.

Umschwung 1933

In Deutschland war der Apostolische Nuntius Eugenio Pacelli – der spätere Papst Pius XII. – unterwegs und schloss Konkordate mit Bayern, Preußen und Baden. Auf Reichsebene fand er in der Weimarer Republik wenig Unterstützung. Das änderte sich mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten. Franz von Papen, Vizekanzler unter Adolf Hitler, gab bereits im April 1933 bekannt, dass er eine Einigung mit der Kirche anstrebe.

 

Gegenleistung akzeptiert

Der Vatikan wollte damit vor allem die katholischen Priester und Verbände schützen. Als Gegenleistung akzeptierte er, dass diese sich nicht mehr politisch betätigen durften – eine von Hitlers Hauptforderungen. Die einflussreiche katholische Zentrumspartei, der von Papen angehörte, löste sich unter dem Druck der Nazis bereits vor dem Vertragsabschluss auf.

Prestigegewinn für die Nazis

Uneinig sind sich die Historiker darüber, ob der Vatikan das aufstrebende Nazi-Regime mit dem Vertrag anerkannte und damit zu seiner Aufwertung beitrug. Der Prestigegewinn für die Nazis, vor allem in der Außenpolitik, ist allerdings unbestritten.

Kalkül nicht aufgegangen

Der von der Kirche erhoffte Schutz blieb jedoch aus. Die Nazis ließen Priester und Bischöfe in den Folgejahren wegen vorgeschobener Devisen- und Sittlichkeitsvergehen verurteilen, verboten Jugendorganisationen, schlossen Bekenntnisschulen. Sie drängten die katholische Kirche „sukzessive auf ein Sakristeichristentum“ zurück, urteilt der Bonner Theologe Christoph Kösters heute.

„Mit brennender Sorge“

Der Vatikan kündigte das Konkordat trotzdem nicht auf. Papst Pius XI. – Vorgänger von Eugenio Pacelli auf dem Heiligen Stuhl – beließ es 1937 bei einer Enzyklika „Mit brennender Sorge“, in der er die Vertragsverletzungen anprangerte. „Innerkirchlich wuchsen dadurch die Spannungen im Episkopat über den richtigen Kurs gegenüber dem Regime“, schreibt Kösters in seinem Aufsatz „Katholische Kirche im nationalsozialistischen Deutschland“ (Kösters Text beginnt auf der ersten Seite der pdf-Datei, die Sie hier downloaden können, etwas weiter unten).

Der Bruch blieb aus

Allerdings führte dies nicht wie bei den Protestanten zum internen Bruch. Die evangelischen Pfarrer liefen nach der Machtergreifung mehrheitlich zu den gleichgeschalteten Deutschen Christen über. Nur eine Minderheit sammelte sich in der Bekennenden Kirche, deren Vordenker Dietrich Bonhoeffer wegen Widerstands gegen die Nazis hingerichtet wurde. „Eine katholische Widerstandsbewegung gab es nicht“, konstatiert Kösters. Nach seinen Erkenntnissen verhielten sich die meisten Gläubigen gegenüber dem Staat als Ordnungsmacht loyal. Einzelne Bischöfe bezogen jedoch kritische Positionen und unterstützten Hilfsorganisationen für Verfolgte der Nazis.

Immer wieder Zweifel

Nach der Nazi-Diktatur wurde die Gültigkeit des Konkordats immer wieder in Zweifel gezogen. Der Streit entzündete sich meist am Religionsunterricht. 1957 erklärte das Bundesverfassungsgericht den Vertrag für gültig. Allerdings obliege die Verantwortung für die Bildung den Ländern, die damit auch Regelungen treffen könnten, die dem Konkordat widersprechen. Dies ist inzwischen gängige Praxis.

#erzieher, #heinz-duthel, #kirche, #nonnen, #pfarre, #psychologen, #vergewaltigungen-und-misshandlungen

Fonds für ehemalige Heimkinder Guter Wille und leere Kassen

Sowohl in der jungen Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg als auch in der DDR wurden Kinder in Heimen gedemütigt, verprügelt und misshandelt. Die Opfer leiden bis heute. Die Politik will mit Geld helfen – doch die Betroffenen brauchen etwas anderes.

Fonds für ehemalige Heimkinder Guter Wille und leere Kassen

Fonds für ehemalige Heimkinder Guter Wille und leere Kassen

„Ich bin 14 Jahre im Heim gewesen, also vom Baby an, es war überall das gleiche Unrechtsystem, Bestrafung, körperliche Züchtigung, bis aufs Blut Exzesse. Wir waren ständig eingesperrt, um das ganze Gelände herum war ein zwei Meter hoher Stacheldrahtzaun mit oben Bewehrung, damit auch niemand aus dem Heim abhaut.“

Was Dirk Friedrich in seiner Kindheit erlebte, mussten unzählige Heimkinder in den frühen Jahren der Bundesrepublik ertragen. Sie wurden gedemütigt, erniedrigt, geprügelt, misshandelt, ausgebeutet und missbraucht, in kirchlichen wie in öffentlichen Einrichtungen.

Doch nicht nur im Westen, auch in der DDR sperrte ein rigides Erziehungssystem Kinder und Jugendliche weg, beeinträchtigte massiv ihre Entwicklung und zwang sie zur Arbeit, zum Beispiel Oliver Perner.

„Ich war sieben Jahre im Heim, erst im normalen Heim, öfter im Durchgangsheim, weil ich ständig abgehauen bin, weil es nicht auszuhalten war im Heim. Danach bin ich nach Torgau gekommen, das war vergittert, verschlossen, das war die schlimmste Einrichtung, die es für Jugendliche in DDR-Zeiten gab. Das war dann die Hölle da.“

Erst vor rund einem Jahrzehnt wurden die schwierigen und zum Teil menschenunwürdigen Lebensbedingungen vieler Heimkinder öffentlich bekannt. Im Februar 2009 konstituierte sich auf Empfehlung des Deutschen Bundestags der „Runde Tisch Heimerziehung“, an dem Vertreter der Politik, der Kirchen, der öffentlichen Träger und der ehemaligen Heimkinder Platz nahmen. Knapp zwei Jahre lang berieten sie unter dem Vorsitz der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer über Hilfen für Betroffene. Im Januar 2011 stellte Vollmer den Abschlussbericht vor.

„Für die individuell Geschädigten schlagen wir einen Fonds vor. Dieser Fonds heißt jetzt Fonds für ehemalige Heimkinder. Der soll ausgestattet werden mit 120 Millionen Euro.“

Der Fonds „Heimerziehung West“ richtete sich an rund 800.000 Kinder und Jugendliche in der Bundesrepublik aus der Zeit von 1949 bis 1975. Finanziell beteiligten sich der Bund, die westdeutschen Länder sowie die Evangelische und Katholische Kirche gemeinsam zu je einem Drittel. Ein Jahr später beschlossen der Bundestag und die Jugendministerien der Länder einen Fonds „Heimerziehung in der DDR“ in Höhe von 40 Millionen Euro mit gleichwertigen Hilfen für die 500.000 ostdeutschen Betroffenen zwischen 1949 und 1990. Sie können für Folgeschäden aus der Heimerziehung in sogenannten Anlauf- und Beratungsstellen bis zu 10.000 Euro pro Person in Form von Sachleistungen beantragen, etwa für Elektro- und Küchengeräte, Reisen und therapeutische Maßnahmen; außerdem zusätzlich eine einmalige Zahlung, wenn sie als Jugendliche arbeiten mussten, aber keine Beiträge zur Sozialversicherung abgeführt wurden. Pro Monat erhalten sie 300 Euro.

Kaum Verständnis für den Fonds bei den Betroffenen

Unter den Betroffenen stößt der Fonds jedoch auf massive Kritik. Dirk Friedrich und Heidi Dettinger, Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder:

„Ich will eine Entschädigung haben, und zwar eine Entschädigung, die im wahrsten Sinne des Wortes eine Entschädigung ist. Und nicht diese Almosen, die da verteilt werden, dafür kämpfe ich mit anderen Heimkindern. Dieses Geld, was da als Hilfsfonds angeboten wird, nein, nicht für mich.“

Der Fonds, der ist eine Demütigung, der ist ein Schlag ins Gesicht für alle ehemaligen Heimkinder. Das sehe ich auch für mich persönlich so. Das sind noch nicht mal zwei Prozent der ehemaligen Heimkinder, die den Fonds in Anspruch genommen haben bislang. Nicht mal zwei Prozent, das ist eine beschämende Zahl.“

Das zuständige Bundesfamilienministerium geht dagegen von vier Prozent aus, aber auch dies ist eine vergleichsweise geringe Zahl. Manche früheren Heimkinder wissen nicht einmal von der Existenz des Fonds, viele scheuen den bürokratischen Aufwand des Verfahrens, und nicht alle haben in den Einrichtungen negative Erfahrungen gemacht. Gleichwohl sind die 40 Millionen Euro des Fonds „Heimerziehung in der DDR“ längst ausgeschöpft.

Ralf Kleindiek, Staatssekretär im zuständigen Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

„Was den Fonds für die Heimkinder in Ostdeutschland anbelangt, hat sich schon im vergangenen Jahr herausgestellt, dass die vorgesehenen 40 Millionen Euro nicht ausreichen. Deswegen haben sich Bund und Länder im Februar schon darauf verständigt, dass der Fonds deutlich aufgestockt wird. Wenn es erforderlich ist, um 200 Millionen Euro.“

In der kommenden Woche will das Bundeskabinett die Erhöhung des Ost-Fonds um zunächst einmal 25 Millionen Euro beschließen. Doch auch die 120 Millionen Euro für die 800.000 westdeutschen Heimkinder sind zu knapp kalkuliert.

Herbert Scherer, früherer Leiter der Anlauf- und Beratungsstelle Berlin:

„Wir reden von 120 Millionen West und 40 Millionen Ost. Die Prognosen sind, dass es im Osten fünf Mal so viel braucht und im Westen ungefähr doppelt so viel braucht.“

Die Bundesregierung will auf diese Prognosen reagieren und, so Staatssekretär Ralf Kleindiek, auch für den West-Fonds eine großzügige Lösung finden.

Harte Kritik an den Fristen für Entschädigungszahlungen

Vor allem die Länderfinanzminister haben sich jedoch gegen eine Erhöhung der Fonds gewehrt. Um die Zahl der Antragsteller zu reduzieren und damit die Ausgaben zu senken, drängten sie auf kurze Antragsfristen. Tausende ehemalige Heimkinder wären wohl zu spät gekommen. Die Politikerrunde einigte sich schließlich auf den 30. September bzw. 31. Dezember als Anmeldeschluss für die Fonds Ost und West. Ob diese Fristen reichen, ist jedoch fraglich.

„Der Termin 30.9. ist eine extreme Härte, weil bis dahin man davon ausgehen konnte, dass es bis 30.6.2016 irgendwie läuft im Fonds Ost. Das Fass ohne Boden, das waren die Befürchtungen, und deswegen hat man gesagt vonseiten der Politik der Länder und des Bundes, wir müssen mit der Aufstockung verbinden gleichzeitig irgendeine Art von Mauer, dass dann Schluss ist.“

Man wolle keine Mauer errichten, betont hingegen Ralf Kleindiek. Niemand müsse befürchten, ausgeschlossen zu werden, wenn er die Frist versäume. Voraussetzung sei jedoch eine plausible Erklärung.

„Wenn jemand einen guten Grund hatte, das nicht rechtzeitig anzumelden, dann werden wir auch dafür eine Lösung finden.“

Einen Rechtsanspruch aber haben die ehemaligen Heimkinder nicht. Gegen die verkürzten Anmeldefristen können sie nicht juristisch vorgehen, und ebenso wenig können sie klagen, wenn die Beratungsstellen Sachleistungen wie eine Reise, einen Kühlschrank oder einen Fernseher ablehnen. Herbert Scherer spricht von einer schwierigen Konstruktion der Fonds.

„Die Grundidee ist ja, dass man nicht eine klassische Entschädigungsleistung gewählt hat, wo man dann das Maß des Schadens feststellen müsste, der damals entstanden ist, sondern dass man das auf die Ebene einer Hilfeleistung gebracht hat, wo es darum geht, was kann dem Menschen heute in seiner Situation wenigstens ein bisschen helfen. Den Schaden, der damals angerichtet worden ist und der nachwirkt, kann man nicht wieder gutmachen, sondern eigentlich kann man nur eine Geste über diese Hilfe geben.“

Diese Gesten stoßen bei den ehemaligen Heimkindern auf ein geteiltes Echo. Die einen lehnen sie als beschämendes Almosen ab, die anderen sind dankbar für jede finanzielle Unterstützung. Ulrike Poppe, Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und zuständig für die Potsdamer Beratungsstelle:

„Wir haben eine Umfrage gemacht bei denen, die bereits etwas von dem Fonds bekommen konnten, und da ist eine hohe Zufriedenheit zu verzeichnen. Das sind ja immerhin unerwartete Leistungen, und es trifft ja im Allgemeinen auch Menschen, die eher geringe Einkommen haben.“

Als späte Anerkennung des im Heim erlittenen Leids versteht zum Beispiel Martina Blankenfeld den Fonds. Sie war von 1978 bis 1981 in einem Jugendwerkhof, in dem sogenannte schwer erziehbare Jugendliche körperlich hart arbeiten mussten.

„Ich hatte hier ein ganz tolles, also ein sehr angenehmes Gespräch. Und kurz darauf gab es eine überindividuelle Leistung, und darüber hinaus kann ich jetzt mit ehemaligen Betroffenen ein Theaterprojekt initiieren. Die Anerkennung ist für mich eine klare Rückenstärkung.“

Andere Heimkinder hingegen empfinden aufgrund ihrer früheren traumatischen Erfahrungen jeden heutigen Umgang mit Ämtern und Behörden als Zumutung.

 

Der Runde Tisch Heimerziehung und seine Probleme

Wenn die damaligen Heimkinder von ihrem Martyrium erzählen, haben sie anschließend Albträume, berichtet Ulrike Poppe:

„Die Geschichten, die wir hören von den Betroffenen, sind zum Teil wirklich erschreckend. Und es ist so, dass viele davon so geprägt sind, dass sie ihr Leben lang mit diesen Ängsten und Schlafstörungen und mit diesem Misstrauen gegenüber eigentlich allen anderen Menschen durchs Leben laufen. Das ist wahrscheinlich das Auffälligste, dass viele von ihnen sich nicht in die Gesellschaft haben integrieren können, arbeitslos sind oder auch gesundheitliche Schäden haben, die sie nicht in die Lage versetzen, erwerbstätig zu sein.“

In einem Waisenhaus in der Eifel begann für die damals achtjährige Giana Jadegary eine zehnjährige Heim-Odyssee, eine Zeit, in der sie nichts lernen durfte und immer unselbstständiger wurde. Sie kritisiert die Fonds-Praxis.

„Ich würde das Geld gerne für eine Reise verwenden, die ich noch nie mir leisten konnte. Und ich darf das wieder nicht, das heißt, ich bin wieder in eine Unmündigkeit geschubst und ich werde wieder bevormundet. Und das kann’s nicht sein. So kann auch keine Wiedergutmachung sein.“

Der Runde Tisch Heimerziehung wollte Lehren aus der Vergangenheit ziehen. Aufwändige, langwierige, ausgrenzende und erniedrigende Verfahren wie bei der Entschädigung von NS-Opfern oder Zwangsarbeitern wollte man vermeiden. Doch eine Fonds-Lösung, die alle ehemaligen Heimkinder zufriedenstellt, ist kaum möglich. Immerhin geht es um rund 1,3 Millionen potenziell Betroffene mit unterschiedlichen Schicksalen. Bürokratische Abläufe, Härtefälle und Ungerechtigkeiten lassen sich nicht ausschließen, aber, so Herbert Scherer:

„Wir können uns jetzt relativ gut auf die Menschen hier einlassen, ohne dass wir wer weiß wie Überprüfungshürden hier einbauen. Hier muss kein Psychologe und kein Therapeut und kein Arzt und kein sonst was einen Schaden feststellen, und auch kein Sachverständiger vom TÜV. Und wir als Berater dürfen auch auf Dokumente teilweise verzichten, wenn das, was uns berichtet wird, glaubhaft ist. Für das, was einige ganz besonders erlitten haben, müsste es auch noch andere Entschädigungsleistungen geben.“

Viele Opfer gehen leer aus

Dies betrifft zum Beispiel die Opfer von sexuellem Missbrauch. Wer einen Antrag beim Fonds sexueller Missbrauch gestellt hat, erhält keine Zahlungen aus dem Fonds Heimerziehung. Wer zum Beispiel in der Familie missbraucht wurde, deswegen in ein Heim kam und dort erneut missbraucht wurde, kann keine weiteren Ansprüche geltend machen.

Leer gehen auch diejenigen aus, die Kinderarbeit verrichten mussten. Die meisten Heimkinder mussten ab dem 14. Lebensjahr arbeiten, ohne angemessen entlohnt zu werden und Rentenansprüche zu erwerben. Dafür können sie aus dem Fonds eine einmalige Zahlung beantragen. Doch viele wurden bereits als 10- oder 12-Jährige zu schweren Tätigkeiten herangezogen, wie etwa Paul Woods. Er war von 1957 bis 1965 in verschiedenen Heimen.

„Als ich noch in der Schule war, wurden wir im Heim ausgeliehen zu Bauern, um Rüben zu vereinzeln. Danach war ich in Köln. Dort wurden Kugelschreiber für die Firma Rudolf Meutgens zusammengestellt. Davon gab es ein Entgelt von maximal 2,50 die Woche. Das stand auf der einen Seite der Karte, auf der anderen Seite der Karte stand: ohne Fleiß kein Preis.

„Die Arbeitszeiten vor dem 14. Lebensjahr werden beim Fonds Heimerziehung nicht berücksichtigt, da es sich, so die kaum nachvollziehbare Begründung, um Kinderarbeit handelte, und Kinderarbeit bereits in den 1950er Jahren verboten gewesen sei.“

Heidi Dettinger, Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder:

„Man kann nicht damit argumentieren, dass Kinderarbeit schon damals illegal war, und für illegale Arbeit wurden selbstverständlich keine Renten abgeführt, also können sie auch heute keine Rentenersatzleistungen dafür bekommen. Also das ist derart zynisch, dass ich damit nicht leben kann.“

Der Verein ehemaliger Heimkinder betrachtet solche Einschränkungen als diskriminierend und stellt den gesamten Rentenersatzfonds infrage. Heidi Dettinger fordert stattdessen eine adäquate Entschädigung.

„Wenn ich mir überlege, welches Geld ich für das Heim, für die Diakonie erwirtschaftet habe in der Zeit, in der ich dort war, und mir überlege, dass dieser Lohn mir geklaut worden ist, einfach nichts dafür bekommen habe, dann sind das, wenn ich das auf Zinsen und Zinseszinsen berechne über die vielen Jahre, sind das 90.000 Euro. Ich finde, Heimkinder haben es verdient, dass sie das Geld zumindest zum Teil auch zurückbekommen, was sie erwirtschaftet haben.“

Diskussion um Zwangsarbeit und Ausbeutung von Heimkindern

Rechnet man diese Beträge hoch, so erzielten die westdeutsche Privatwirtschaft, die Heimträger und der SED-Staat Milliardengewinne auf dem Rücken der Kinder und Jugendlichen.

Vertreter der Heimkinder sprechen von Zwangsarbeit, ein problematischer Begriff, da Zwangsarbeit in Deutschland mit dem System von Ausbeutung und Sklavenarbeit im NS-Regime assoziiert wird. Die Heimkinder mussten zwar unter schwierigen, zwangsähnlichen Bedingungen arbeiten, aber die Zustände sind nicht vergleichbar mit dem Naziterror.

Dennoch orientieren sich die organisierten Heimkinder mit ihren Forderungen an den Entschädigungen für NS-Zwangsarbeiter. Ein Blick auf deren Geschichte zeigt aber auch, dass ein langer Atem, öffentlichkeitswirksame Kampagnen und massiver politischer Druck vor allem aus dem Ausland nötig waren, um Wirtschaft und Regierung zu einer finanziellen Regelung zu drängen. Ob dagegen die politisch relativ unerfahrenen früheren Heimkinder die notwendige gesellschaftliche Aufmerksamkeit erzeugen können, ist fraglich, zumal sie keine nennenswerte Lobby haben.

Immerhin äußert Staatssekretär Ralf Kleindiek Verständnis beim Thema Kinderarbeit.

„Wenn der Bundestag sich des Themas annehmen würde und es dann zu einer Verständigung käme, dass dann die Firmen, die damals diese Kinder beschäftigt haben, dann auch sich an Geldzahlungen beteiligen, dann sind wir natürlich die letzten, die was dagegen hätten, ganz im Gegenteil, wir würden das sehr befürworten.“

Doch nicht nur, wer illegale Kinderarbeit verrichten musste, ist von den Ausgleichszahlungen der Fonds ausgeschlossen, auch die ehemaligen Insassen von Behinderten- und psychiatrischen Einrichtungen können keine Ansprüche stellen.

Conni Malcherek wurde in einem Säuglingsheim geboren, anschließend kam sie in ein Waisenhaus und schließlich in ein psychiatrisches Heim.

„Das war ein Kinderheim für geistig Behinderte, warum ich da drin war, weiß ich nicht. Na ja, und dann Medikamente bekommen. Da kriegte ich eine Zwangsjacke, da kann ich mich noch dran erinnern, an so eine Zwangsjacke, eine weiße, so mit Schnalle dran. Ich habe sehr viele Depotspritzen gekriegt, und dann halt viel so KO-Dinger. Ich habe immer geschlafen bei den Nonnen, ich kriegte morgens Valium 10, mittags Valium 10, abends.

Conni Malcherek verbrachte 22 Jahre in zehn verschiedenen Heimen, es folgten Suchtklinik und therapeutische Wohngemeinschaften, seit 20 Jahren ist sie erwerbsunfähig.

Warum gesunde Kinder in psychiatrische Einrichtungen eingewiesen wurden, ist ein dunkles, noch weitgehend unerforschtes Kapitel der Heimerziehung. Ehemalige Insassen berichten von überfüllten Häusern.

„Dann waren eben auch Kinder, die ganz normal waren und wo der Heimplatz überbelegt war, die sind dann natürlich in die Behinderteneinrichtung gekommen, ganz normale Leute, die hatten einfach das Schicksal gehabt.“

Erzählt ein früherer Insasse eines westdeutschen Heims. Er möchte anonym bleiben, weil er immer noch eine Stigmatisierung als ehemaliges Heimkind befürchtet.

Gesunde Menschen in psychiatrischen Einrichtungen

„Also ich kenn‘ noch Leute, die sind jetzt behindert durch die Medikamente, alle, die waren ganz normal dahin gekommen, und weil überbelegt war, sind sie in eine Behinderteneinrichtung in dieser Anstalt reingekommen.“

Offensichtlich entschieden nicht allein das psychische oder soziale Befinden eines Kindes über die Einweisung in eine Einrichtung, sondern auch wirtschaftliche Erwägungen des Heimträgers. Eine unrühmliche Rolle spielten dabei in der Nachkriegszeit Gutachter, die bereits vor 1945 tätig gewesen waren. Der Neurowissenschaftler Burkhard Wiebel forscht an der Ruhr-Universität Bochum zu diesem Thema.

„Die Heime für behinderte und auch für psychiatrische Patienten waren 1945 leer, weil nämlich die Kinder alle getötet worden sind. Jetzt standen die Heime leer und diejenigen, die diese Immobilien hatten, wollten nun, dass die auch wieder gefüllt werden, und deswegen wurden reihenweise, zu Tausenden, gefälschte Intelligenzquotienten produziert. Und wir wissen auch genau, was da gemacht worden ist, wer da verantwortlich war.“

Die Forschungen zu diesem Thema befinden sich, wie gesagt, in den Anfängen. So ist zum Beispiel noch unklar, ob Ärzte und Pharmakonzerne die psychiatrischen Heime nutzten, um heimlich Medikamente zu erproben.

Man habe inzwischen erkannt, dass es untragbar sei, diesen Personenkreis von Ausgleichszahlungen auszuschließen, erklärt Staatssekretär Ralf Kleindiek:

„Ich weiß, dass die Bundesregierung, die Länder, die Einrichtungsträger und die Betroffenen darüber im Gespräch sind, um da eine Lösung zu finden.“

Während die früheren Insassen psychiatrischer Einrichtungen auf eine Lösung hoffen, bleibt den Kindern und Jugendlichen der sogenannten normalen Heimerziehung nur noch eine kurze Frist, um ihre Ansprüche anzumelden: bis zum 30. September für den Fonds „Heimerziehung in der DDR“ und bis zum 31. Dezember für den Fonds „Heimerziehung West“.

#fonds-fur-ehemalige-heimkinder-guter-wille-und-leere-kassen

Mitten in DeutschlandHier suchen Kinder im Müll nach Essen

Ein sechs Jahre alter Junge hängt mit dem Oberkörper in einem Müllcontainer. Ihm ist nichts hineingefallen, kein Ball unglücklich gelandet. Dieses Kind wühlt mit seinen Händen im Müll nach Essen. Der Hunger treibt ihn dazu. Was er findet, reicht er einem Mädchen (4) und einem weiteren Jungen (6).

HUNGRIGE KINDER MITTEN IN DEUTSCHLAND – WIE IST SO WAS MÖGLICH?

Elisabeth Lorscheid (50) ist am 16. Juni Zeugin dieser Szene in einem Hinterhof im Köln (NRW). Sie hat das Foto, das so sprachlos macht, geknipst: „Als ich die Kinder sah, dachte ich, sie spielen Verstecken. Bis der Junge in den Container stieg und Essen rausholte. Das hat mir das Herz gebrochen.“

Lorscheid ist Gründerin des „Kalker Kindermittagstisches“. Sie spricht die Kinder an und erfährt: Die drei sind Flüchtlingskinder aus dem Balkan.

„Ich habe die Kinder mitgenommen, sie haben bei uns erst mal Nudeln mit Tomatensoße, Bananen, Joghurt und Schokolade bekommen“, sagt Elisabeth Lorscheid. „Sie strahlten und aßen sich richtig satt.“ Dann wurden die Kinder nach Hause gebracht, in die Flüchtlingsunterkunft.

HUNGRIGE KINDER MITTEN IN DEUTSCHLAND – WIE IST SO WAS MÖGLICH?

Laut dem Deutschen Kinderhilfswerk leben 2,8 Millionen Kinder in Deutschland in Armut. Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann (48): „Dazu gehören besonders Kinder, die von Hartz IV leben müssen“

Aktuell liegt der Regelsatz für ein Kleinkind bei 229 Euro pro Monat. Zu wenig, sagt das Kinderhilfswerk.

Das Kinderhilfswerk fordert eine Erhöhung um 25 Prozent, auf rund 286 Euro.

Wie geht es weiter mit den Kindern, die im Müll wühlten? Das weiss nur die Deutsche Bundesregierung unter Dr Angela Merkel, der maechstigsten Frau der Welt

#hungrige-kinder-mitten-in-deutschland-wie-ist-so-was-moglich

Bundespresse Hunde beim Dienst

image

Bundespresse unterwegs…

image

Bekommst du noch GEZ-Post?

Darstellung der Fakten:

1. Die Bundesrepublik Deutschland ist eine private Firma, eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main (Beweis in Anlagen!).

2. Die Länderparlamente der Bundesrepublik Deutschland sind private Firmen, eingetragen im internationalen Firmenregister wie z.B. www.dnb.com und www.upik.de (Beweis in Anlagen!).

3. Der Norddeutsche Rundfunk ist eine private Firma, eingetragen im internationalen Firmenregister wie z.B. www.dnb.com und www.upik.de (Beweis in Anlagen!).

4. Ich habe bezüglich der Aufforderung zur Zahlung der Rundfunkgebühren / Rundfunkbeiträgen aus dem Brief des Beitragsservices vom 01.02.2013, mit keiner der in Punkten 1. bis 3. aufgeführten Parteien, einen verpflichtenden Vertrag geschlossen.

5. Da, wie in Punkten 1. bis 3. bewiesen, alle beteiligten Parteien private Firmen sind, ist der Rundfunkbeitragsstaatsvertrag (RBStV) ein Vertrag nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und kein Staatsvertrag.

6. Zusätzlich kommt hinzu dass Firmen und „Regierungen“ nach dem Universal Commercial Code (UCC) rechtmäßig gepfändet worden sind. Ausführliche Informationen dazu, sind Ihnen mit diesem Schreiben mitgesendet worden.

Aufforderung

1. Beweisen Sie mittels einer Kopie der Staatsgründungsurkunde dass die Bundesrepublik Deutschland ein rechtmäßiger Staat ist.

2. Widerlegen Sie dass die, unter Punkten 1. bis 3. in der Darstellung der Fakten aufgeführte Institutionen Firmen sind.

3. Beweisen Sie dass zwischen mir und dem Beitragsservice ein verpflichtender Vertrag besteht, handschriftlich mit nasser Tinte von mir unterschrieben.

Für die Erbringung der schriftlichen Beweise setze ich Ihnen eine Frist bis zum 11. Mai 2013.

Ihr Angebot vom 01.02.2013 lehne ich dankend ab. Ich bin an Leistungen Ihrer Firma nicht interessiert.

Von weiteren Schreiben, außer Erbringung der eindeutigen Beweise, bitte ich abzusehen.

#bekommst-du-noch-gez-post